Über-Mich

- Mein Weg zum Berufungscoach -

Als junge Frau hatte ich keine Vorstellung welchen Sinn und welche Berufung ich leben wollte. Meine erste Berufswahl traf ich sehr pragmatisch. Verdienst und Urlaubstage waren wichtiger als mein konkretes Tun. Den Sinn des Lebens fand ich überbewertet. 

Mein Job langweilte mich, die Woche teilte sich in freudlose Arbeitszeit und sehnsüchtig erwartete Freizeit. Aber genau die Langeweile dieser Jahre gaben den Ausschlag.  Es wurde mir klar, dass ich mich sinn-voll erfahren wollte. Als Pragmatikerin  machte ich das Beste aus meinem aktuellen Job und bereitete den nächsten Abschnitt vor. 

Nie mehr Lange-Weile und nie mehr Sinn-los - das war das Motiv für den nächsten Schritt.

Ich wollte einfach raus aus dem Trott. In Hamburg bot sich zu dieser Zeit die einzige Möglichkeit über den zweiten Bildungsweg zu studieren. Jetzt wollte ich keinen Kompromiss mehr eingehen, anstatt Betriebswirtschaftslehre (wie mein Umfeld riet und auch meine Vernunft) wählte ich die Soziologie. Das war die richtige Entscheidung. Gesellschaftliche Zusammenhänge interessierten mich, ich tauchte ein und hatte Freude. Dieser Abschluss war der Eintritt in meine nächsten beruflichen Aufgaben. Ich erlebte nie mehr lange Weile oder sinn-lose Aufgaben. 

Ob eine Aufgabe sinnvoll ist, ist eine Entscheidung. Ich gebe einer Aufgabe den Sinn!

Ich entdeckte die Freude am Unterrichten. Familie und Job konnte ich so gut vereinbaren.  Soziologie in der Altenhilfe, die Ökonomie der Sozialen Arbeit, Kommunikationsthemen für unterschiedliche berufliche Träger und  an einer Berufsakademie für Soziale Arbeit. Wenn ich unterrichte, lerne ich selbst am Besten, bin mit Menschen in Kontakt. vermittle Wissen und moderiere Erkenntnisse. Meinen Wert Entwicklung kann und konnte ich sehr gut mit den Lehraufträgen verwirklichen. 

Wenn ich mein Leben, stand heute, im Rückblick betrachte, dann war mir meine eigene Entwicklung immer wichtig. Ich wickle meine Persönlichkeit heraus, schäle mich aus immer mehr Schalen, die nicht mehr notwendig sind. Entwicklung ist eines meiner zentralen Werte. 

Sinn-voll und werte-orientiert, wo bleibt  die Selbst-wirksamkeit?

Es folgten ganz wichtige berufliche Stationen. Die Lebensqualität der betagten Menschen als Sinn leitete mich in meiner Aufgabe als Leitung eines Altersheim.  Gesundheitsthemen und die Alternativmedizin waren mein Leitstern als Geschäftsführerin in den Apotheken. 

Wo war ich wirklich selbst-wirksam, wo lebte ich meine Stärke?

Zunächst stellte ich mir die Frage " Was ist meine  Stärke" ? Mir ging es zunächst, wie vielen kreativen Frauen. Ich konnte den Kern bei mir selbst nicht erkennen. Da gab es viele Talente und Interessen, die gelebt werden wollen. Entscheidung bedeutete Reduktion,  So  probierte ich mal hier, probierte mal da. Ich wollte mich nicht festlegen.  

Die Frage "wann bin ich  selbst-wirksam" zog sich durch mein Leben und bewegte mich. Jetzt nach der Lebensmitte kann ich das Wesentliche erkennen. Wenn ich selbstwirksam bin, lebe ich mein Ding und begleite Menschen. Dann wirke ich aus mir selbst heraus.

Im Gesundheitswesen arbeitete ich vorwiegend mit Frauen zusammen. Viele meiner Kolleginnen erfasste ich in ihren Stärken. Es war mir ein Anliegen, dass sie diese leben konnten. Dafür ließ ich sehr viel Raum, wenn es möglich war. Ich erkannte aber auch, dass nicht jede Kollegin mit dem Raum umgehen konnte. Das war ein Scheideweg für alle - Loslassen oder ein Rahmen setzen. 

Einige Vorstellungsgespräche bleiben mir in Erinnerung. Ich erkannte das Potenzial einer Bewerberin, hatte aber nicht die dazu passende Stelle vakant. Ich schickte die Bewerberin wieder weg, bat aber in Kontakt zu bleiben. Es dauerte kam ein halbes Jahr, der passende Arbeitsplatz war geschaffen. Die Bewerberin bereicherte das Unternehmen und füllte den Arbeitsplatz zu aller Zufriedenheit aus. Mir war nicht klar, dass dies eine besondere Begabung war. Es fiel mir leicht, es war selbstverständlich. Ich nahm mein Gegenüber war und hatte einen guten Blick. Weil es so einfach, leicht und selbstverständlich war, kam ich viele Jahre nicht auf die Idee, dass hier mein eigenes Potenzial lag. 

Es brauchte ein Berufungscoach, die mir auf die Sprünge half, mein Potenzial zu erkennen und umzusetzen. Den eigenen blinden Fleck sieht mensch nicht gerne, das braucht es die andere Sicht, der Blick von Außen.

In meinen Führungsaufgaben hat es mir viel Freude gemacht, wenn ich mit einer Mitarbeiterin neue Möglichkeiten eröffnen konnte, das waren meine größten Erfolge.

In all` meinen Aufgaben wollte ich Menschen verstehen,  Ihre Stärken erkennen und sie motivieren ihr Potenzial zu leben.  

Ein Tipp:

Es kann ein klarer Hinweis auf ein besonderes Talent mit Berufungspotenzial sein:  Du machst etwas supergut und wie selbstverständlich. Dir ist überhaupt nicht bewußt, dass Du es besonders gut machst. Weil es leicht und einfach ist, ist es "nicht`s besonderes". Aber genau das kann es sein, das Besondere, was Dich ausmacht. Was machst Du einfach, leicht und gerne?

Zu einem ernsthaften Leben gehört Freude an der Arbeit

Meine persönliche Strategie war immer, mache das Beste draus und bereite den nächsten Schritt vor. Ich mir ein 2. Standbein aufgebaut. 

Meine Vision ist eine alterslose Gesellschaft. Menschen folgen ihrem Ruf und wirken in der Gesellschaft, wie es ihnen entspricht. Für mich konkret heißt es, dass Arbeit ein Teil des Lebens ist und ich bis zu meinem Lebensende wirke. In welcher Form werde ich immer dem entsprechenden Abschnitt anpassen.

Es ist mein Herzstück: Frauen zu begleiten, ihre Berufung zu finden und mit ihnen ihre ganz persönliche Form zu gestalten, wie sie ihre Berufung ausdrücken. Das kann ein 2. Standbein sein, es kann eine Selbstständigkeit sein, die über den Pensionszeitpunkt gelebt wird. Es kann ein ganz klassisches Business sein. Wichtig, es soll Dir Freude machen, die Dich finanziell trägt und durch die Phasen trägt, die Kontinuität und Disziplin verlangen.

Es ist eine Illusion, dass eine berufene Selbstständigkeit immer nur Friede, Freude, Eierkuchen ist.  Es braucht hin und wieder einen langen Atem, die Lust am Lernen, die Bereitschaft neu zu denken und zu handeln. Viel Durchhaltevermögen ist notwendig, viel Entwicklung. 

Es lohnt sich, wenn ich im Tun und Sein tiefe Befriedigung fühle, wenn ich gut davon leben kann und wenn ausreichend Raum für all` meine Lebensspielplätze bleiben.

Arbeit fühlt sich leicht an und verliert den 9 to 5-Charakter, wenn ich kreativ und eigenverantwortlich wirken kann. Dann wird sie Teil vom Leben. Es genügte mir nicht die Freude am Leben auf den Feierabend, auf die Wochenenden oder den Urlaub zu vertagen.

Freiheit ist ein Wert, der sich durch mein Leben zieht. Zunächst immer in der Sehnsucht und Suche danach. Dann im Erkennen, dass ich mich frei fühle, wenn ich niemand mehr schuldig spreche. Dann übernehme ich die Verantwortung für meine Gedanken, Gefühle, mein Handeln. Das klappt manchmal, dann auch wieder nicht. Besonders in schwierigen Lebensphasen war es ganz schön schwierig. Mittlerweile komme ich doch wieder ganz gut zu mir zurück, wenn ich mich mal verlaufe. Der Segen der Lebenserfahrung. 

Als Berufungscoach - Von der Pflicht zur Kür 

Wenn ich die Pflicht in die Kür wandle, dann fühle ich mich begeistert, tauche ein in meine Aufgabe, bin leichtfüssig und fühle mich rundherum wohl. 

In meinen Leitungsaufgaben habe ich die Anteile  ca. 40 % Kür und 60 % Pflicht empfunden. Jetzt hat sich das Verhältnis auf 80 % Kür und hin zu 20 % g´Pflicht gedreht. Buchhaltung und Steuervorbereitung gehört dazu. So mag ich es und kann überzeugend von der Pflicht zur Kür schreiben.

Die 60 habe ich überschritten. Es war der erste runde Geburtstag, der mir Unbehagen bereitete. Jetzt wird es ernst, dachte ich. Es geht in Riesen-Schritten ins Alter. Von der Zahl her gedacht ist das so. Mein Lebensgefühl erzählt eine andere Geschichte. Ich empfinde einen inneren Raum, den ich in jüngeren Jahren nicht kannte. Ich kann auf ein gelungenes Leben zurück blicken. Erfahrungen sind gemacht sie brauchen keine Wiederholungen. Das schafft Ruhe. Der neue innere Raum gibt mir die Weite für das, was mir noch wichtig ist in meinem Leben. Ich kann mich auf das fokussieren, was wirklich wichtig ist. Ich empfinde mein jetziges Leben als eines der schönsten Lebensabschnitte. Auch wenn die äussere Welt gerade auf dem Kopf zu stehen scheint.

Wir leben in einer Wandelzeit. Berufe verändern sich, neue Berufe sind noch nicht klar erkennbar. Ganze Branchen werden weg brechen. Die Szenarien sind noch nicht klar. Das macht Angst und diese Angst kann ich gut verstehen. 

In solchen Momenten war es für mich immer wichtig, dass ich mich von den Emotionen nicht überrollen liess. In diesen Abschnitten meines Lebens lernte ich meine Emotionen kennen. Ich beschäftigte mich intensiv mit meinen Gedanken und lernte die Macht meiner Gedanken kennen.  Ich lernte meine hinderlichen und meine förderlichen Glaubenssätze kennen und wandeln. Darin lag ein grosser Gewinn in meinem Leben.

In einer ungeliebten Aufgabe zu verharren, weil der Arbeitsmarkt unbestimmt ist, bringt keinen Sinn. Es dient niemanden, weder Dir noch dem Unternehmen. Dann sind Lösungen gefragt, z.B. ein Berufungs-Check mit einer Berufungsmentorin.

Was gibt`s noch........

In der Natur bewege ich mich sehr gerne, ich bin ein Sonnenmensch. Wann immer mir es möglich ist, bin ich in den Bergen in Wander- oder Skischuhen. Am Wasser lebe ich, das Meer ist mein Elixier mit seinen vielseitigen Möglichkeiten. Manchmal möchte ich nichts anderes mehr als schwimmen, wandern, ski-fahren, segeln und noch viel lernen, was ich noch nicht kenne. Ich weiss allerdings genau, dass mir dann doch wieder meine Passion, die Begleitung von Frauen fehlen würde. Der Mix macht es. 

Die Welt erfasse ich denkend-sinnlich, mit Humor und mit Lebensfreude und habe ein gutes Gespür für Menschen und Situationen.

Mit den Coaching- und Mediationsausbildungen, der therapeutischen Weiterbildung und mehr als  24 Jahre  lebendige Führung  im Bereich Gesundheitswesen  in Deutschland und der Schweiz bringe ich einen Rucksack voll Praxis und Erfahrung mit. Gewürzt mit meiner vielfältigen Lebenserfahrung. Das bringe ich mit für Deine  Weiterentwicklung.

Meine erwachsenen Söhne und ihre Familien machen mir Freude. Mit ihnen Zeit zu verbringen, macht mich glücklich. Meine Familie und meine Freunde sind Kraftquellen und Inspiration und umgekehrt.

Mein Weg von der Pflicht zur Kür, bedeutet der eigenen Lebensspur zu folgen. So erlebe ich es. Dieser Weg endet nie. Immer wieder entdecke ich einzelne Fragmente, die verbunden werden wollen. Unsere unruhige Zeit bietet mir viel Erkenntnis über mich selbst. Mein Alltag ist der Lehrer, wie im Aussen, so das Innen. Das ist die Grundlage.

Deine Berufung und Deine Form zu finden, ist mein Anliegen.

Wenn Du noch fragen hast oder auch ein konkretes Anliegen, dann lade ich Dich zu einem Kennenlern-Gespräch ein. 

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