Immer wieder höre ich Kommentare über die Menschen, die mit Faultieren assoziiert werden. Sie begegnen uns am Arbeitsplatz, in Teams, in Netzwerken, in Familien.

"Sie profitieren vom Rest des Teams, sie bringen sich nicht ein, sie ticken anders, sie wollen sich nur auf Kosten der anderen ausruhen" Ihr Ruf ist, wenn die Pflicht ruft, "Macht ihr mal, ich gucke mir das an und entscheide dann". 

So manches Faultier hat uns schon die Freude am Tun vergällt oder wir haben sie uns vergällen lassen.

Die Klagen kommen von den Fleißigen, die sich einbringen, die oftmals das Team ziehen, die  „Faultiere“ schlechthin als "Schmarotzer" wahrnehmen. 

Den Sympathiebonus ernten die „Fleißigen“,  sie werden als teamfähig tituliert. Faultiere sind teamunfähig. Das mag in einigen Fällen auch so sein. Ist es verständlich? 

Die fleißigen Bienchen könnten von dem ein oder anderen Faultier-Tipp profitieren. Die Verbindung in sich zu erkennen, ist ein wahrer Gewinn. Was heißt das konkret? Wenn Du das Faultiergehabe heftig verurteilst, könnte es sein, dass es ganz verborgen in Dir steckt. Wenn Dich die fleißigen Bienchen, die heimlichen Teamleader innerlich unter Druck setzen, dann sitzt vielleicht ganz heimlich ein gefesseltes Bienchen in Dir, dass nur freigelassen werden möchte.

 Hand auf`s Herz, beide und noch viel mehr gehören zu uns. Die Frage ist immer: Wann sind sie dienlich, wann sind sie hinderlich?

Das Faultier bringt uns in die eigene innere Führung, wenn wir es erkennen und nutzen. Wie im letzten Blog (dort findest Du die Faultier-Tipps 1 bis 5) geschrieben "Du bist geführt und führst Dich".  

Die eigene innere Führung wahrzunehmen, dient. Wenn wir die Vision erkennen wollen,  dem inneren Ruf folgen wollen und in eine Berufung verwandeln, sind die folgenden Tipps wichtig. Das habe ich auf meinem Weg gelernt und beim Faultier gefunden und in die folgenden Faultierführung-Tipps verwandelt.

Das Faultier als Führungsguide?!?

Wenn Du noch mehr Faultiertipps erfahren willst, dann empfehle ich Dir das kleine Buch "100 Dinge, die wir vom Faultier lernen können" 

6. Ändere von Zeit zu Zeit Deinen Standort

Ein Standort kann der konkrete Ort, also der Baum sein. Es kann aber auch ein geistiger Standort, z.B. Deine Gedanken sein. Je nach Gewohnheit und Ausprägung kannst Du Deine Perspektive wechseln. Du kannst Deinen Standort zu Deinen Startort machen. Als ehemalige Altersheimleitung liebte ich die Übung des Stühle-Wechsels. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen wechselten die Stühle und nahmen die Position des anderen ein. Das brachte neue Sichtweisen und förderte das Verständnis. Stühle-Wechsel leitet neue Perspektiven ein. Es unterstützt festgefahrene Bilder, Urteile und Standorte neu zu bewerten.  

Was sagt unser Faultier: 
Wechsel hin und wieder den Baum, dort gibt es neues und frisches Futter. Ich bin ein guter Schwimmer und lasse mich direkt vom Baum ins Wasser fallen. Das macht mir Spaß.

7.  Plane Deine Auszeiten

Damit ist wirklich gemeint, plane Deine Pausen. Wenn ich am PC sitze, erlebe ich immer wieder, dass ich von einer Aufgabe zu anderen fließe. Ich vergesse die Zeit. Ich vergesse aber auch die Zeit für Bewegung und Begegnung. Dienstag oder Mittwoch ist z.B. Sauna-Abend, oder der gemeinsame Kaffeeplausch mit meiner Nachbarin und Freundin. Die plane ich mittlerweile ein und bin ganz streng mit mir. Die Balance macht es zwischen den aktiven und passiven Zeiten, den Spiel und Freudezeiten und den Pflichtaufgaben (da gibt es schon einmal Tage, da rufe ich zurück "Heute keine Pflicht". Das sind die kreativen Spielzeiten, die ich ganz besonders mag und ohne schlechtes Gewissen.
 
Was sagt unser Faultier: 
Plane Deine Pausen, plane Deine Auszeiten, z.B. an Tagen, die mit einem g enden.....und klar am Mittwoch

8. Immer der Nase nach.....

Die Orientierung des Faultiers ist geprägt durch seinen Geruchssinn. Es ist einer unserer Sinne, den wir oft erst wahrnehmen, wenn es ganz besonders gut oder ganz besonders schlecht riecht. Geruch und Gefühl sind ganz eng miteinander verbunden. "Wir können uns riechen" oder auch nicht. Der Nase nach gehen, bedeutet seiner Intuition zu trauen und sich von ihr führen zu lassen. Das hat ganz viel mit der inneren Verbindung und dem Vertrauen ins Leben zu tun. 

Was sagt das Faultier: 
Gehe immer Deiner Nase nach.....ich rieche das frische Grün.

9.  Verlasse Dich auch mal auf Andere......

Tja, und das aus dem Mund eines Einzelgängers. Das ist unser Faultier - ein Einzelgänger*in. Die intensivste Zeit der Begegnung ist die Zeit mit der Faultiermutter. Das kleine Faultier wächst in engster körperlicher Nähe auf. Dann hat es genug und geht seinen Weg. 
Aber die Fellreinigung z.B. ist outgesourct. Sie halten sich im Fell Untermieter*innen, die die komplette Fellreinigung übernehmen. Sie kämen nie auf die Idee, diese Gäste Parasiten zu nennen.
Ja, wie sieht das mit uns aus. Wir wollen gerne als individuell und unabhängig wahrgenommen werden. Die Abhängigkeit beginnt schon mit dem Kaffe und dem Frühstücksei. 
 
Was sagt das Faultier: 
Wenn Du ein sauberes Fell willst, dann verlasse Dich auf andere. Je einfacher und selbstverständlicher, desto sauberer. Es ist eine Win-Win Situation, auch wenn es auf den ersten Blick nicht wirklich so aussieht.

10. Umarme doch mal einen Baum

Hast Du schon einmal die Energie eines Baums gespürt? Wenn Du aus einer Entfernung von ca. 20 cm mit ausgestreckten Armen und Deinen Handflächen ganz langsam auf einen Baumstamm zugehst, kannst Du die Energieveränderung spüren. Leite Deine Wahrnehmung vollständig in Deine Handflächen. Du trittst in die Energie einer Baumaura ein. Du spürst das Energiefeld. Du nimmst das Energiefeld auf und stärkst Dich ganz bewusst mit dieser Energie.
 
Was sagt unser Faultier: 
Umarme einen Baum, Du kannst Dich auch dranhängen 😁

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Mein Fazit zu diesem kleinen Faultierexcurs in Bezug auf die Berufung!

Es ist ein spannendes Tier, das in einer wunderbaren und doch sehr gefährlichen Umgebung lebt. In seinen Urwäldern leben gefährliche Raubtiere und hochgiftige Schlangen. Für ein Säugetier hat es mit 35 Jahren eine lange Lebenserwartung. Es bewegt sich in seiner Energie und absolut energieeffizient. 

Es erinnert mich daran: In der eigenen Energie zu leben ist erstrebenswert und in Balance mit der eigenen Energie zu sein.

Wenn Du Deinen Ruf hörst und Deine Be-Rufung, Deine Passion lebst, wird es immer wieder Zeiten geben, wo Muse und Müßiggang zu kurz kommen. Dann ist es Zeit, sich zu erinnern und wieder in die Balance zu finden. Dein gutes inneres Team auszubalancieren. 

"Geführt sich selbst zu führen"  ist für mich ein Motto, das mir die Möglichkeit gibt immer wieder in die empfangende und annehmende Energie einzutauchen. Aus dieser gelassenen und entspannten Haltung heraus, kann ich wieder in die Aktivität.

In diesem Sinne wünsche ich Dir einen guten Abend oder Tag, freue mich über Deine Erfahrungen und Erkenntnisse, die Du möglich in einen Kommentar  verwandelst.

Herzlichst Susanne 

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    4 replies to "🦥 Geführt sein und sich führen – Faultier als Führungsguide 🦥"

    • Marie

      Ach wie herrlich dieses Faultier. Mit der eigenen Energie klug umzugehen, ist mir ein Anliegen. Ja, so kann ich alle Schritte im Leben gehen. Ganz lieben Dank für die Faultiertipps

      • Susanne Krauss

        Danke Mari, es freut mich, dass Dir die Faultiertipps gefallen haben. Herzliche Grüsse Susanne

    • נערות ליווי

      I must thank you for the efforts youve put in penning this site. I am hoping to check out the same high-grade blog posts by you in the future as well. In fact, your creative writing abilities has motivated me to get my very own blog now 😉

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