Glückszuwachs durch einen geplanten Jobwechsel

 Es gibt sie, die Menschen um die 50, die einen neuen Job beginnen, wenn sie mit ihrem bestehenden unzufrieden sind. 

Menschen mit Selbstbewusstsein strahlen Zufriedenheit aus. Sie wirken anziehend. Das macht attraktiv. Wir denken oft, ein Jobwechsel hängt ausschließlich von guten Zeugnissen und Referenzen ab. Das ist sicherlich ein wichtiges Kriterium. Entscheidend ist die Ausstrahlung und die Sicherheit des eigenen Auftritts. Mit Körperhaltung, Stimme, dem Wissen, wer ich bin und was ich kann, strahlt Mensch Kompetenz aus. Die Visitenkarte ist das Charisma. 

Das eigene Glück mit sich selbst, die innere Zufriedenheit und die innere Ruhe sind die Faktoren der Attraktivität. Wir wissen, nur wer mit sich selbst zufrieden ist, kann es auch am Arbeitsplatz sein.

Jeder vierte Manager gibt an, ältere Mitarbeiter legten weniger Leistungsbereitschaft an den Tag. Eine weitere Aussage, sie könnten nicht mit dem Arbeitstempo mithalten. Einige Vorurteile scheinen unausrottbar.

27 Prozent der Manager sind der Ansicht, der älteren Generation in den Betrieben mangele es an Ideenreichtum und Engagement, weil Sie sich keine Mühe geben, Ihr Wissen aufzufrischen. Immerhin denken 35 %, dass ältere Mitarbeiter resignieren, weil man sie nicht mehr fördere, 44 % vermuten, dass ältere Beschäftigte länger krankfeiern, wenn sie gesundheitlich angeschlagen sind. Das sind Zahlen des Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft. Diese Bilder hinterlassen Wirkung.

Den Handlungen eines Menschen liegen 2 Motive zugrunde. An 1. Stelle vermeiden wir Schmerz und und erst an 2. Stelle ist das Motiv unserer Handlung,  die Freude zu erhöhen.

Wenn ich in einem ungeliebten Job ausharre, vermeide ich Schmerz. Ich vermeide Bewerbungsversuche mit möglichen Absagen. Das Handlungsmotiv, die Freude zu erhöhen, strebe ich erst gar nicht an.

So ist es verständlich. Mensch bleibt, wo er ist und arrangiert sich.

Die Folge kann eine innere Kündigung sein. Dann fehlt das Engagement, es werden keine Ideen mehr eingebracht. Die Krankheitsabwesenheiten werden verlängert. Das ist wie ein Selbstläufer. Der Kreis schließt sich.

Heute kann sich die Generation Babyboomer weder sicher sein, im bestehenden Job in Rente zu gehen, noch einen erfolgreichen Jobwechsel zu gestalten.

Eines zeigt die Glücksforschung ganz deutlich. Kaum ein Ereignis hinterlässt so tiefe und dauerhafte Spuren wie Arbeitslosigkeit und ein Berufswechsel, der misslingt, ist eine Katastrophe. 

Die Frage, die sich stellt: Macht ein neuer Job wirklich glücklicher? 

Wer den Job wechseln muss, z.B. wegen einer betriebsbedingten Kündigung, ist mit seiner neuen Arbeit meist nicht zufriedener als zuvor.

Wer dagegen aus eigener Initiative etwas Neues anfängt, ist danach besonders glücklich. Das sind Ergebnisse einer Studie der beiden Ökonomen C. Hetschko von der freien Universität Berlin und Adrian Chadi von der Universität Konstanz. Sowohl die Zufriedenheit mit der Arbeit, wie auch die allgemeine Lebenszufriedenheit machen bei einem freiwilligen Wechsel einen Sprung nach oben. Der `Glückszuwachs` ist enorm.

Das sind Ergebnisse, die einen erfolgreichen Jobwechsel empfehlen. Das 1. Handlungsmotiv auszuschalten und das 2. Handlungsmotiv zu aktivieren und selbst initiativ werden. Das ist Lebensqualität und Lebensfreude!

Deine Susanne Krauss

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