#Jahresrückblog2021 - Ist Klarheit die Gegenspielerin der Illusion?

Wenn ich das Jahr Revue passieren lasse, dann zeigt sich ein Thema, dass sich durch das Jahr zieht - mehr Verlust an Illusion. Das bedeutet nicht, jetzt völlig illusionsfrei zu leben, aber um einiges leichter an Illusionen.


Die ein oder andere Schaumblase hat sich aufgelöst.


Ich mag sie, die Seifenschaumblasen. Je nach Blickwinkel schillern sie in allen Farben. Sie sind sehr fragil. Sie lassen sich ganz leicht mit den Fingerspitzen berühren. Schon leichten Druck vertragen sie nicht. Sie bilden immer wieder andere Farbspiele und verändern ihre Bilder. Sie platzen und lösen sich auf. Wie wunderbar, dass der #jahresrückblog21 von Judith Peters mich zu diesen Rückblick ermutigte.


Unsere Gesellschaft veränderte sich in den letzten 2 Jahren. Wenn ich mich heute um-schaue oder hin-fühle, dann hätte ich mir in meinem kühnsten Träumen nicht vorstellen können, mit welcher Spaltung, Wut und Diffamierung unterschiedliche Glaubensgruppen im Kleid der Wissenschaft um das Thema Gesundheit feilschen. Freiheit, Grundrecht in einer demokratischen Grundordnung sind umgedeutet. Gesundheit und Solidarität unterliegen anderen Deutungen.

Die Summe aller Wahrheiten ist max. die Wahrheit!

Ja, ich habe eine Meinung dazu, die tut jetzt aber nichts zur Sache. Es ist eine Meinung, die geprägt ist durch meinen Lebensweg, meine inneren und äußeren Bilder durch die Geschichten, die ich mir selbst erzähle. Es ist meine Wahrheit und gilt für mich. Ich kann nichts auf andere übertragen, bleibe damit bei mir. Auch dieses #Narrativ hat sich gelöst. Es scheint nicht mehr möglich zu sein, bei sich zu bleiben, für sich zu entscheiden, die eigene Wahrheit zu leben. Oder vielleicht doch, nur anders? Das kann kein #jahresrückblog21 klären, das braucht einen längeren Beobachtungs- und Erfahrungszeitraum.

#jahresrückblog21 - die ersten Seifenblasen platzen

Die erste Seifenblase die platzte, war das Bild der Gesellschaft in der ich lebe. Begriffe wie Solidarität, Gemeinwohl und im Sinne der Gesellschaft handelnd, sind neu bewertet und erhalten in der Summe eine neue Bedeutung. Wahrheit wird in Anspruch genommen, endgültig gesehen und erhält den Anstrich der Wissenschaft. Jede Gruppierung nimmt das für sich in Anspruch. Einen Dialog führen wir nicht. Es scheint nicht möglich zu sein.


Die zweite Seifenblase betraf meinen Freundeskreis, der sich völlig neu formierte. Anstelle von Gemeinsamkeiten, gelebte Zeit und Freundschaft rückte die persönliche Meinung und der "Gesundheitsstatus". Je nach Temperament verlief der Prozess lauter, manchmal ganz leise und fast unbemerkt. Es zeigte sich, wer wirklich da ist, wer über den Status hinaus den Menschen sieht.


Im Prozess selbst war es meist schmerzhaft. Im Rückblick hat alles seinen Sinn. Jetzt kann ich die unterschiedlichen Ängste sehen, die uns zunächst auseinanderlaufen lassen und doch wieder verbinden. 

Wenn wir auf der Ebene der eigenen Angst kommunizieren, entstehen die Misstverständnisse.

Es platzte die Seifenblase "mein Bild von mir selbst". Längst überwunden gedachte Gefühle wie Wut, Trauer und Ohnmacht brachen wieder auf. Wow,  war ich überrascht. Der Trotz in jungen Jahren bahnte sich seinen Weg in meinen Alltag, die alten Widerstände und mein Misstrauen zeigten sich. Das war sicherlich die schmerzhafteste geplatzte Blase. Allzu gern wiege ich mich im Bild des eigenen Souveräns.

Es führte zu intensiven inneren Auseinandersetzungen mit meinen Bildern, mit den Geschichten, die ich mir selbst erzählte, meinen Wahrheiten und einem Teil meiner Lebensgeschichte. Fragmente beleuchtete ich neu, zersetzte sie, zerfetzte sie und baute neue Bilder fügte Fragmente zusammen.

Wo immer ich Widerstand empfinde, kann ich sicher sein, dahinter auf einen eigenen Schatten zu stoßen. Dieser Satz gilt und bedeutet innere Schattenarbeit. 

#jahresrückblog21 - für den Physiker ist das Glas immer voll

Es ist immer der Moment des Inne-haltens, eine 10tel Sekunde, die Blase ist geplatzt und es sieht zunächst nach nichts aus. Es entsteht Raum, es fehlt etwas und was jetzt?


Ich kaufte so ein Kinderding, um Seifenblasen zu machen. Auf meinem Balkon übte ich schillernde bunte Luftblasen aufzublasen, sie fliegend zu erleben und dann platzen zu lassen, den Moment zu genießen und eine neue Blase loszulassen. 


Es ist immer diese Leere, die uns zu schaffen macht, das Alte ist nicht mehr, das Neue zeigt sich noch nicht. In diesem Prozess lernte ich viel über meine Kontrollmechanismen. In dieser Leere wartet schon die Zukunft.


Ich bin nicht geübt diese Momente der Leere zu genießen. In diesem Jahr übte ich, es gab sie,  unzählige dieser Momente. In diesem Jahr der Übung wurde ich keine Meisterin, aber doch ganz gut darin, sie zu erkennen.


Da war ein inneres Staunen, wie ich mir meine Welt zusammen geschustert habe, welche Illusionsbilder ich über Gesellschaft, Freunde, Liebe,  mich selbst genährt hatte. Es durfte jetzt etwas anderes entstehen. Der Moment zwischen Ein- und Ausatmen im Leben. Ein 10tel Sekunde innerer Freiheit.  

#jahresrückblog21 - Ist Klarheit ein Geschenk oder die Folge?

Die Leere, der Moment des Inne-Haltens beinhaltet auch die Angst, es könnte nichts mehr kommen, es kann und wird nicht besser werden im Leben. In der Rückschau verzerren wir oft die eigenen Bilder, malen sie schöner. 


Das Erkennen der Momente der Leere, die dahinter liegenden Ängste zu durchfühlen und dann in eine Beobachterrolle zu schlüpfen, ist meine Art des Umgangs mit diesen Situationen.


Was war noch hilfreich? 


Es waren die wunderbaren Stunden mit Freunden in der Natur, die Natur selbst als Lehrmeisterin. Gemeinsam am Tisch zu schnabulieren, Wein trinken und ein gemeinsames Mahl zu genießen. Meine wunderbare Familien in allen Facetten der Unterschiedlichkeit und Vielfältigkeit.


Die erlernten Methoden bewusst bei mir selbst angewandt: mit den Gefühlen umzugehen, sie anzunehmen und wieder loszulassen. Die kleinen Momente zu erleben und zu genießen. Ganz besonders meine inneren Wiederstände aufzuspüren. Wenn ich annehme, dann lasse ich los. Es ist ganz einfach, wenn ich es wirklich umsetze.

Der Satz "Glaube nicht Deinen Gedanken" hat Klarheit in mir erzeugt. Ich höre meinen inneren Geschichten gerne zu, glaube sie aber nicht immer. Wenn die Gefühlswelt geklärt ist, verändert sich die Geschichte, sie verliert ihre dramatische Wirkung. Oft erlebe ich auch, dass ich die Geschichte vergesse. Wenn mir ein Freund oder eine Freundin erzählt "aber das hast Du mir doch erzählt über Dich". Dann überlege ich für einen Moment und erinnere mich. "Ach ja, stimmt", so habe ich das einmal gesehen."


Die eigene Welt ändert sich von einer Sekunde zur anderen. Du kannst es spielerisch erfahren, wenn Du das möchtest. Es braucht ein bisschen Übung. 


Wusstest Du, dass unser Gehirn nicht unterscheidet, ob wir eine Geschichte tatsächlich erlebten oder nicht. Wenn wir sie oft genug erzählen, sie mit einem Gefühl aufgeladen ist, dann gibt es keinen Unterschied, ob erlebt oder gedacht. 


Warum sollen wir unsere Geschichten nicht neu und passender erfinden, erzählen und fühlen? 


Diese Frage kann ich nach meiner Erfahrung in der Begleitung von Menschen beantworten. Wir wollen die dahinter liegenden Gefühle nicht fühlen. Wir haben keinen Umgang damit, unsere Gefühle bejahend zu fühlen, sie zu durchleben und loszulassen. Manchmal sind die Gefühle tief vergraben und zu schmerzhaft. Die gute Botschaft: Du kannst es lernen, wie ich es auch lernte und immer wieder erfahre. Mit der Zeit wird es leichter.

Der Gewinn dieses Jahres ist mehr Klarheit!

Ich fühle mich geerdet und ein Stück tiefer in mir angekommen. Es ist ein intensives Jahr. Genau diese Intensität mag ich. Sie ist lebendig und vital. Wenn ich die aktuelle Lebenssituation in allen Facetten annehmen kann, dann sehe und fühle ich klar.


Mein Herzensbusiness war ebenfalls tangiert. #die Traumjobstrategie rückte in den inneren Fokus. Im Oktober wollte ich alles hin-werfen und mich völlig neu erfinden. Eine tiefste innere  Stimmen hielt mich zurück. Sie bat mich genauer hinzusehen und meine wirklichen Beweggründe aufzuspüren.  Genau das tat ich. Ich setzte mich nochmals mit dem Begriff  " Traum " auseinander, mit der großen Spanne zwischen "Traum" und "Strategie". 


In einem Traum erfährst Du das erste Bild. Es steht ein Bedürfnis, ein Wunsch dahinter. Wünsche und Bedürfnisse sind meist tief verschüttet und dürfen frei gelegt werden. Als Geburtshelferinnen dieser Träume und Bedürfnisse erfahre ich immer wieder, dass Werte, wie Sinn und Selbstwirksamkeit den Stoff der Träume weben. Um das Traumhafte in die Realität zu manifestieren, braucht es eine Strategie. Dieser Begriff ist irregeleitet, wenn er zu streng gehandhabt ist. Gerade Frauen der heutigen Zeit gehen ihre Businessplanung völlig anders an. Sie benötigen eine Planung in ihrem Tempo und ihrem Raum. Wir schaffen das grosse Bild und bilden die Strasse dorthin. Ich spreche nicht gerne von Ziele, sondern von einem grossen Bild und einer Ausrichtung auf dem Weg dorthin. Diese Ausrichtung gibt Raum für Experimente, kleine und grosse Umwege. Wichtig ist meinen Kund*innen.  Sie wollen die eigenen Werte und Sinnhaftigkeit in der Umsetzung erleben und keine Kompromisse eingehen.  Sie wollen  Freiraum, Begleitung, Führung und wieder viel Raum die eigene Kreativität zu erleben und ihrer Postionierung und Umsetzung erleben.


Mein Businessauftrag wurde mir noch klarer mit dieser inneren Auseinandersetzung. Das Wort #Traumjobstrategie führte zur Verwirrung. Ich habe mich davon verabschiedet. Stark bin ich, die Positionierungen und die Umsetzungsplanung zu formulieren und zu begleiten. 

Die Klarheit das eigene Zukunftsbild zu schaffen und diesem zu folgen, ist keine neue Erkenntnis. In diesem Jahr ist sie tiefer gerückt, elementarer empfunden. Dieses Schöpfen aus den inneren Bildern zu gestalten und diesen zu folgen. Mir den Raum zu geben, die inneren Bilder entstehen und sprechen zu lassen, sie zu hinterfragen, neu zu fühlen. Besser zu differenzieren, welchen inneren Bildern ich traue und welchen eher nicht. 

Ganz konkret praktiziere ich eine neue Meditationsform, in der ich mich an meine Zukunft erinnere. Ich habe sie im OnlineWorkshop "Dein Zukunftsbild 2022" aufgenommen.   

Mein Ausblick in 2022 - Was will ich im neuen Jahr?

Noch klarer, noch intensiver, noch ehrlicher im Umgang mit mir selbst. 
Regelmässigen und qualitativen Content in Blogs, dem Youtube Kanal, in den Sozialen Medien anbieten zu den Themen Beruf und Berufung, Positionierung und Umsetzung, kreativ, leicht und freudig.
Zur Leichtigkeit, Lebensfreude und Gelassenheit in meinem Umfeld beitragen und Mut machen zur eigenen Wahrheit (das schliesst mich immer mit ein) 
Die Wünsche, Bedürfnisse und Beweggründe meiner Interessent*innen und Kund*innen möchte ich noch besser erfahren und verstehen.
Erfolgsgeschichten rund um die Themen Beruf und Berufung zeige ich regelmässig auf.
Viel Zeit in der Natur, in den Bergen, auf und im See, in und auf dem Meer erleben.
Viel Zeit mit meinem Liebsten und meinen Liebsten will ich teilen und genießen.
Die Seele baumeln lassen und müssig sein in Ruhe und Gelassenheit und im Vertrauen.
Meine Email-Liste auf mindestens 1000 Interessent*innen erweitern und zufriedene Kund*innen begleiten
Raum für Überraschungen, Lachen, Freude und Tanz, Bewegung und Lebendigkeit, einfach Sein.

Was war Deine Essenz zu diesem Jahr 2021? Was hat Dich bewegt? Wenn Du dieses Jahr auf 2 Begriffe reduzieren würdest, welche Begriffe wählst Du?


Wenn Du gemeinsam mit einer Gruppe, begleitet durch mich Deine Essenz für das vergangene Jahr finden willst, dann lade ich Dich zu einem Jahreswechselritual am 28. Dezember 2021 von 10.00 bis 14.00 Uhr ein.

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