Der Blick in den Spiegel, wenn ich mich im Frühling aus den Winterkleidern schäle, war für mich früher sehr schwierig. In den Wintermonaten konnte ich mich gut in den Stoffen, Schals und Wollpullovern verhüllen. Es war nicht das Gewicht, es war die blasse Haut und das Winterhautgewebe, dass ich gerne weiter versteckt hätte.
Mein Selbstbild war geprägt von klassischen Schönheitsidealen, das weder Alter noch blasse Haut oder gar gepolsterte Rundungen kannte. Diese Stimmen prägten sich tief in mir ein und wirkten.
Das hat sich verändert, nicht von allein, da steckt viel Heilung meines Selbstwerts drin.
In meiner Arbeit erfahre ich, dass es vielen Frauen so geht, ob objektiv schlank, rund, wohlbeleibt (übrigens ein wunderbarer Ausdruck von Fülle und Anmut) knochig. Es gibt keinen objektiven Blick, lediglich den subjektiven.
Ja und wie kannst du das verändern. Ganz einfach. Das mag ich nämlich, wenn es einfach ist. Dazu komme ich im Laufe des Blogartikels.
Die erste Lektion, die ich mit dir teile: “ Bevor du in den Schrank schaust, schaue in deinen Kopf“.
Was denkst du über dich? Mit einem ehrlichen Experiment hast du das innerhalb von 10 Minuten. Nehme ein Blatt Papier, stelle dich vor den nächsten Spiegel und höre deinen Gedanken zu.
Mein Bauch ist zu…..rund
Ich bin zu knochig
Schnell muss ich noch ein paar Kilo abnehmen auf den Sommer
Was hast du gehört in deinem Kopf, was war dein lautester Gedanke?
In diesem Blog erfährst du:
- was dein Selbstbild prägt
- ein Experiment um deinen Gedanken über dich auf die Spur kommen kannst, mit einem einzigen Blick in den Spiegel
- wie Selbstwert und Selbstbild miteinander verknüpft sind
- was ein stabiles und ein instabiles Selbstbild ausmacht
- wie Vergleich wirkt
- wie du den Schönheitsidealen die Macht entziehst
- wie du dein Spiegelbild für dich gewinnen kannst
- wie du dein Selbstbild formst
- 4 Frischetipps kurz und knapp für deine Einzigartigkeit
- KörperSpuren – ein Ort, wo du dir selbst begegnen kannst.
Ist dein Selbstwert von deinem Aussehen abhängig?
Bestenfalls kennst du jetzt deine Gedanken über dich, bisher nicht die ganz tiefgründigen im Unterbewusstsein. Aber die Gedanken, die sofort da waren im Angesicht deines Spiegelbilds.
Selbstwert und Selbstbild sind eng miteinander verknüpft, sei es bewusst oder unbewusst. Es besteht eine Abhängigkeit von Zahlen, wie Kleidergrösse, Schrittmesser oder Hautbild oder der Makellosigkeit bestimmter Körperteile. Das kann dazu führen, dass du dich «erlaubter Weise» liebenswert fühlst, wenn du gerade der inneren und/oder äusseren Norm entsprichst. An allen anderen Tagen fühlst du dich minderwertig, auch wenn das objektiv gar nicht stimmt.
Wie du dich selbst siehst, wird ständig beeinflusst durch die ersten Aussagen über dich als Kind und Jugendliche, durch Komplimente, durch Zeitschriften und deren Schönheitsideale, durch kulturelle Einflüsse usw. Oft noch durch Ideale, die wir stark im Unterbewusstsein verankert haben.
Ein instabiles Selbstbild sucht ständig Anerkennung, Komplimente und Likes. Spiegelbilder werden zum Massstab. Ein gefestigtes Selbstwertgefühl schenkt sich selbst Zustimmung, unabhängig davon, ob andere sie spiegeln.
Ganz wichtig: Schönheitsideale leben vom Vergleich. Sie nähren sich davon, besser, schöner, ebenmässiger auszusehen oder besser zu sein. Ständiger Vergleich raubt dir den Blick auf dich selbst, auf deine Einzigartigkeit.
Wer sich vergleicht, verliert den einzigartigen Blick auf sich selbst.
Schönheitsideale sind keine Wahrheiten. Der Vergleich ist eines der schärfsten Werkzeuge der Selbstzweifel. Wenn du dich ständig fragst, ob du schöner, fitter, schlanker, runder, gesünder, erfolgreicher, jünger bist, dann wirst du blind für dich selbst.
Der Schlüssel ist Selbstakzeptanz! Das ist keine Selbstverständlichkeit, das ist eine innere Bewegung, die auf Heilung basiert. In einer Welt der Selbstoptimierung ist Selbstannahme schon fast ein stiller Akt des Widerstands. Es bedeutet, dass du dich den Idealen, wie du sein sollst, entziehst. Selbstakzeptanz ist ein befreiender Weg. Sie entzieht den „Schönheits“idealen die Macht über unsere Werte.
Manchmal schauen wir in den Spiegel – und sehen nicht nur unser Gesicht, sondern all die Erwartungen, die wir an uns selbst stellen. Erwartungen, die wir oft gar nicht selbst erschaffen haben. Sie stammen aus Magazinen, aus Social Media, aus dem kollektiven Denken darüber, was „schön“ ist. Und ohne dass wir es merken, beginnen sie, unser Selbstbild zu formen – und unseren Selbstwert zu bestimmen
Vielleicht geht es nicht darum, den Spiegel zu meiden, sondern ihn wieder für dich zu gewinnen – als Ort der Begegnung mit dir selbst, nicht mit einem Ideal.
Dein Selbstwert ist kein Abbild deines äusseren Erscheinens, sondern ein Ausdruck deiner inneren Haltung: wie achtsam, liebevoll und wahrhaftig du mit dir umgehst. Die schönste Version von dir ist nicht die perfekte, es ist die echte oder die wahrhaftige.
Dein Selbstbild, dass formbar ist und du neu schreiben kannst!
Das Selbstbild ist kein festes Faktum, sondern ein „Lernprodukt“. Es entsteht durch Wiederholung innerer und äusserer Botschaften. Was du über dich denkst, was andere dir gespiegelt haben, und wie du auf Erfahrungen reagierst. Oft übernehmen wir früh gemachte Erfahrungen, wie „du bist zu laut, du bist zu langsam, du bist zu unordentlich“ als Wahrheit. Diese verfestigt sich neurologisch, lassen sich aber durch neue Erfahrungen überschreiben.
Am besten kommst du dir auf die Spur, wenn du deine Gedanken über dich aufschreibst. Wie im Spiegelexperiment oder durch Gedankenbeobachtung durch deinen Alltag. Achtsamkeit genügt und du kannst alte Gedanken mit neuen Gedanken über dich überschreiben.
Alt: ich bin zu rund
Neu: Ich bin genau richtig
Das kannst du trainieren, bis du dir selbst glaubst. Die Forschung zeigt wiederholt realistische, liebevolle Worte über dich, und verändert langfristig neuronale Muster .
Mit Augenzwinkern und Frischetipps in den Frühling!
1. Hör auf dein eigener Troll zu sein
Der innere Kritiker ist oft lauter.als jeder Hater im Netz. Wenn der Kopf wieder meckert, sag trocken: „Danke für die Info, ich mag mich“.
2. Behandle dich wie deinen Lieblingsmenschen
Stell dir vor, deine beste Freundin käme mit deinen Problemen. Würdest du sie auch so bewerten, wie du dich selbst? Nein! Gleiche Regeln gelten für dich. Mach`s dir bequem in der Menschheitsfamilie. Eintritt frei und niemand ist perfekt.
3. Kleine Macken sind Markenzeichen
Feiere, was schräg, chaotisch oder eigen an dir ist, das macht dich interessant. „Nicht glatt, aber genial“.
4. Mach’s dir nett im Kopf
Jeden Tag kurz innehalten, tief atmen, sagen:
Körperspuren lesen - du kannst dir selbst begegnen.
Mit Körperspuren lesen habe ich ein Format geschaffen, in dem du dir selbst begegnen kannst. Es ist der erste Schritt raus aus dem Körpergefängnis: die innere Kritikerin versöhnen, der Körper als Freundin annehmen, blockierte Energie lösen und fremde Ideale lösen.
- Spuren lesen, erkennen und annehmen statt verurteilen
- Urteile auflösen und innere Dialoge bewusst unterbrechen.
- den Körper wieder bewohnen und nicht abspalten – sich zu Hause fühlen
- Sinnlichkeit und Lebendigkeit zurückgewinnen. Wenn der Kampf endet, kehrt Energie zurück und mehr Vitalität, Leichtigkeit und Freude, Kreativität am eigenen Sein wird gelebt.
Wenn du interessiert bist, trage dich unten ein, dann informiere ich dich über den nächsten Kurs in Konstanz.
Ich freue mich über deine Erfahrungen und Kommentare!
Von Herzen
Susanne
Hier kannst du dich anmelden und bekommst regelmässig Impulse, Infos über Seminare und/oder Angebote: