„Der Blick in den Spiegel im Frühling war für mich lange schwierig. Wenn ich mich aus den Winterkleidern schälte, sah ich nicht nur meinen Körper, sondern auch all die Gedanken über mich selbst. Es war nicht das Gewicht, sondern mein Selbstbild, das mich verunsicherte – geprägt von klassischen Schönheitsidealen, die weder Alter, noch Natürlichkeit, noch echte Vielfalt kennen.

Viele Frauen erleben genau das: Selbstwert und Körperbild sind eng miteinander verknüpft. Doch das Gute ist: Selbstakzeptanz kann man lernen. In diesem Blog zeige ich dir, wie du dein Selbstbild erkennst und Schritt für Schritt veränderst.“

Wie Schönheitsideale dein Denken über dich formen

Mein Selbstbild war geprägt von klassischen Schönheitsidealen, das weder Alter noch blasse Haut oder gar gepolsterte Rundungen kannte. Diese Stimmen prägten sich tief in mir ein und wirkten. 

Das hat sich verändert, nicht von allein, da steckt viel Heilung meines Selbstwerts drin. 

In meiner Arbeit erfahre ich, dass es vielen Frauen so geht, ob objektiv schlank, rund, wohlbeleibt (übrigens ein wunderbarer Ausdruck von Fülle und Anmut) knochig. Es gibt keinen objektiven Blick, lediglich den subjektiven.

Ja und wie kannst du das verändern. Ganz einfach. Das mag ich nämlich, wenn es einfach ist. Dazu komme ich im Laufe des Blogartikels.

Die erste Lektion, die ich mit dir teile: “ Bevor du in den Schrank schaust, schaue in deinen Kopf“.

Das Spiegelexperiment - erkenne deine innere Gedanken

Was denkst du über dich? Mit einem ehrlichen Experiment hast du das innerhalb von 10 Minuten. Nehme ein Blatt Papier, stelle dich vor den nächsten Spiegel und höre deinen Gedanken zu.

Mein Bauch ist zu…..rund

Ich bin zu knochig

Schnell muss ich noch ein paar Kilo abnehmen auf den Sommer

Was hast du gehört in deinem Kopf, was war dein lautester Gedanke? 

Selbstbild vs. Selbstwert - warum dein Spiegel dich tauschen kann

Bestenfalls kennst du jetzt deine Gedanken über dich,  bisher nicht die ganz tiefgründigen im Unterbewusstsein. Aber die Gedanken, die sofort da waren im Angesicht deines Spiegelbilds.

Selbstwert und Selbstbild sind eng miteinander verknüpft, sei es bewusst oder unbewusst. Es besteht eine Abhängigkeit von Zahlen, wie Kleidergrösse, Schrittmesser oder Hautbild oder der Makellosigkeit bestimmter Körperteile. Das kann dazu führen, dass du dich  «erlaubter Weise» liebenswert fühlst, wenn du gerade der inneren und/oder äusseren Norm entsprichst. An allen anderen Tagen fühlst du dich minderwertig, auch wenn das objektiv gar nicht stimmt. 

Bild von Susanne Krauss

Susanne Krauss

Transformationscoach - Bloggerin - Seminare

Mit FrauenKörperspuren begleite ich Frauen auf ihrem Weg, ihren Körper anzunehmen, hin zu mehr Vitalität und Lebensfreude. Es macht mir sehr viel Freude, zu schreiben und anzuregen. Die Tipps sind alltagstauglich, selbst ausprobiert. Ich mag's praktisch, einfach und vor allem wirkungsvoll.

In diesem Blog erfährst du:

Warum Vergleich dein Selbstbild schwächt

Wie du dich selbst siehst, wird ständig beeinflusst durch die ersten Aussagen über dich als Kind und Jugendliche, durch Komplimente, durch Zeitschriften und deren Schönheitsideale, durch kulturelle Einflüsse usw. Oft noch durch Ideale, die wir stark im Unterbewusstsein verankert haben.

Ein instabiles Selbstbild sucht ständig Anerkennung, Komplimente und Likes. Spiegelbilder werden zum Massstab. Ein gefestigtes Selbstwertgefühl schenkt sich selbst Zustimmung, unabhängig davon, ob andere sie spiegeln.

Ganz wichtig: Schönheitsideale leben vom Vergleich. Sie nähren sich davon, besser, schöner, ebenmässiger auszusehen oder besser zu sein. Ständiger Vergleich raubt dir den Blick auf dich selbst, auf deine Einzigartigkeit.

Wer sich vergleicht, verliert den einzigartigen Blick auf sich selbst.

Schönheitsideale sind keine Wahrheiten. Der Vergleich ist eines der schärfsten Werkzeuge der Selbstzweifel. Wenn du dich ständig fragst, ob du schöner, fitter, schlanker, runder, gesünder, erfolgreicher, jünger bist, dann wirst du blind für dich selbst.

Dein Selbstbild formt deinen Selbstwert

Selbstakzeptanz

Der Schlüssel ist Selbstakzeptanz! Das ist keine Selbstverständlichkeit, das ist eine innere Bewegung, die auf Heilung basiert. In einer Welt der Selbstoptimierung ist Selbstannahme schon fast ein stiller Akt des Widerstands. Es bedeutet, dass du dich den Idealen, wie du sein sollst, entziehst. Selbstakzeptanz ist ein befreiender Weg. Sie entzieht den „Schönheits“idealen die Macht über unsere Werte.

Manchmal schauen wir in den Spiegel – und sehen nicht nur unser Gesicht, sondern all die Erwartungen, die wir an uns selbst stellen. Erwartungen, die wir oft gar nicht selbst erschaffen haben. Sie stammen aus Magazinen, aus Social Media, aus dem kollektiven Denken darüber, was „schön“ ist. Und ohne dass wir es merken, beginnen sie, unser Selbstbild zu formen – und unseren Selbstwert zu bestimmen

Vielleicht geht es nicht darum, den Spiegel zu meiden, sondern ihn wieder für dich zu gewinnen – als Ort der Begegnung mit dir selbst, nicht mit einem Ideal. 

Dein Selbstwert ist kein Abbild deines äusseren Erscheinens, sondern ein Ausdruck deiner inneren Haltung: wie achtsam, liebevoll und wahrhaftig du mit dir umgehst. Die schönste Version von dir ist nicht die perfekte, es ist die echte oder die wahrhaftige.

Dein Selbstbild ist formbar und du bestimmst den Text

Das Selbstbild ist kein festes Faktum, sondern ein „Lernprodukt“. Es entsteht durch Wiederholung innerer und äusserer Botschaften. Was du über dich denkst, was andere dir gespiegelt haben, und wie du auf Erfahrungen reagierst. Oft übernehmen wir früh gemachte Erfahrungen, wie „du bist zu laut, du bist zu langsam, du bist zu unordentlich“ als Wahrheit. Diese verfestigt sich neurologisch, lassen sich aber durch neue Erfahrungen überschreiben.

Am besten kommst du dir auf die Spur, wenn du deine Gedanken über dich aufschreibst. Wie im Spiegelexperiment oder durch Gedankenbeobachtung durch deinen Alltag. Achtsamkeit genügt und du kannst alte Gedanken mit neuen Gedanken über dich überschreiben. 

Alt: ich bin zu rund

Neu: Ich bin genau richtig

Das kannst du trainieren, bis du dir selbst glaubst. Die Forschung zeigt: Wiederholt realistische, liebevolle Worte über dich in Gedanken und Worten verändern langfristig neuronale Muster.

Selbstakzeptanz stärken – 4 einfache Übungen

1. Hör auf dein eigener Troll zu sein

Der innere Kritiker ist oft lauter.als jeder Hater im Netz. Wenn der Kopf wieder meckert, sag trocken: „Danke für die Info,  ich mag mich“.

2. Behandle dich wie deinen Lieblingsmenschen

Stell dir vor, deine beste Freundin käme mit deinen Problemen. Würdest du sie auch so bewerten, wie du dich selbst? Nein! Gleiche Regeln gelten für dich. Mach`s dir bequem in der Menschheitsfamilie. Eintritt frei und niemand ist perfekt.

3. Kleine Macken sind Markenzeichen

Feiere, was schräg, chaotisch oder eigen an dir ist, das macht dich interessant. „Nicht glatt, aber genial“.

4. Mach’s dir nett im Kopf

Jeden Tag kurz innehalten, tief atmen, sagen: 

Das Fazit

Vielleicht geht es am Ende nicht darum, dich im Spiegel zu optimieren – sondern darum, dich dort wiederzuerkennen.

Dein Selbstwert ist kein Abbild deines Körpers, sondern Ausdruck deiner inneren Haltung dir selbst gegenüber. Und diese Haltung ist veränderbar.

Wenn du beginnst, deine Gedanken bewusster wahrzunehmen, dich weniger zu vergleichen und dich selbst freundlicher zu betrachten, verändert sich nicht nur dein Selbstbild – sondern auch dein Gefühl dir selbst gegenüber.

Selbstakzeptanz bedeutet nicht, alles an dir perfekt zu finden. Sondern dich trotzdem liebevoll anzunehmen. Genau hier beginnt echte Freiheit.

Körperspuren lesen - dein Weg zu mehr Verbundenheit

Mit Körperspuren lesen habe ich ein Format geschaffen, in dem du dir selbst begegnen kannst. Es ist der erste Schritt raus aus dem Körpergefängnis: die innere Kritikerin versöhnen, der Körper als Freundin annehmen, blockierte Energie lösen und fremde Ideale lösen.

  • Spuren lesen, erkennen und annehmen statt verurteilen
  • Urteile auflösen und innere Dialoge bewusst unterbrechen.
  • den Körper wieder bewohnen und nicht abspalten – sich zu Hause fühlen
  • Sinnlichkeit und Lebendigkeit zurückgewinnen. Wenn der Kampf endet, kehrt Energie zurück und mehr Vitalität, Leichtigkeit und Freude, Kreativität am eigenen Sein wird gelebt. 

Der Fragebogen zu FrauenKörperSpuren

Deine Meinung ist mir wichtig! Um mein Angebot bei FrauenKörperSpuren noch besser auf deine Wünsche und Bedürfnisse abzustimmen, habe ich eine kurze Umfrage erstellt.

Klicke auf das Bild und nimm dir ein paar Minuten Zeit – dein Feedback hilft, meine Angebote zu konkretisieren und besser auf dich abzustimmen.

Vielen Dank für deine Unterstützung!

Ich freue mich über deine Erfahrungen und Kommentare!

Von Herzen 

Susanne

 

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