Was braucht es, „den eigenen Körper anzunehmen“? Diese Frage treibt mich mein halbes Leben um. Die Ablehnung und die Ignoranz haben viele Gesichter.

Einige Gesichter male ich aus. Ein Gesicht ist der Diätenwahn … Erst die ganz bestimmte Kilozahl lässt dich ruhig werden und führt in die Akzeptanz. Ich schreibe bewusst nicht den Schlankheitswahn. Wie  im letzten Blog zu Körperformen aufgeführt, gibt es die unterschiedlichsten Körperformen, die im Wandel der Historie das ganze Formenspektrum bespielten. Wenn du der Körperform des aktuellen Schönheitsideals entsprochen hast, gut. Wenn nicht, waren die Folgen für die Frauen spürbar, die sich nicht mit ihrer ureigenen Körperform verbinden konnte. Der Selbstwert litt darunter.

Die Verkleidungen oder besser die Verhüllungen kosten viel Geld. Erst, wenn du dich perfekt gekleidet fühlst und die Röllchen gut vertuscht werden, dann fühlst du dich sicher. Wenn du die knöcherigen Knie gut verdecken kannst, dann fühlst du dich gut.

Die Korrektur der Nase, der Brust, der Vulva, des Bauchs, der Oberschenkel durch einen chirurgischen Eingriff führt dich aus dem vermeintlichen Körperkonflikt. Es wird gelasert, geliftet, gespritzt und geschnitten und kostet noch mehr Geld. 

Das sind die offensichtlichsten Gesichter der Körperablehnung. Schon im letzten Blog formulierte ich kurz, dass davon ganze Industrien leben und gerade in den letzten Jahrzehnten ganze Industrien entstanden.

Wenn du dich mit den Inhaltsstoffen der Kosmetik beschäftigst und den Folgen für unser Körper- und Hormonsystem, dann wirkt das wie ein Angriff auf Körper und Umwelt.

Hier nur ein kleines Beispiel: Haut- und Haarprobleme sind oft an gepflegt. Waschaktive und schäumende Substanzen entfetten die Haut. Sie fühlt sich dann trocken an und spannt. Wenn du dich ausführlich mit diesem Thema beschäftigen möchtest, dann empfehle ich dir die Seite der Verbraucherzentrale, die ich dir hier verlinke.

Das Thema des Blogs ist „den eigenen Körper annehmen“ . Ich habe dir die drei offensichtlichsten Gesichter beschrieben.

Jetzt verstehe mich richtig. Jede Frau lebt, was für sie stimmt. Wenn sie sich die Nase korrigieren lässt, schlank sein möchte und sich gerne vorteilhaft kleidet, dann feiere ich das. Ich mag gute Kleidung, schminke mich gerne habe in den letzten beiden Jahren die Bewegung entdeckt, die mir Freude bereitet. 

Wenn aber hinter all den Aktivitäten die Ablehnung deines Körpers steht, dann frage ich mich, was diese oft un-heimliche Ablehnung mit dir anstellt?

Mit FrauenKörperSpuren stupse ich da,

  • wo du nicht wirklich im Frieden mit dir bist
  • wo du dich verhüllst, anstatt dich in Freude zu kleiden
  • wo du dem leckeren Croissant versagst und den Magerquark vorziehst, obwohl du den hasst
  • wo du dich nur mit der perfekten Nase, dem perfekten Busen, dem perfekten Po, den perfekten Oberschenkeln gut fühlst
  • wo du dich dick fühlst und nicht mehr siehst, wie schön deine Rundungen sind
  • wo du dich zu dünn siehst und gar nicht mehr deine sehnige  Silhouette wahrnimmst
  • wo du dich im tiefsten Inneren abwertest und dich mit einem gefühlten Körpermakel identifizierst.

Glaube mir, ich weiss, worüber ich hier schreibe. Es war ein langer Weg von dieser Ablehnung hin zur Annahme meines Körpers. 

Dort, wo du dich mit einem angenommenen Körpermakel wahrnimmst und du es im Unterbewusstsein mit deiner ganzen Persönlichkeit gleichsetzt, führt es zu einer Abspaltung und einer Entfremdung mit Folgen.

Was passiert, wenn du wirklich über längere Zeit deinen Körper ablehnst?

Dein Körper ist nicht dein Feind. Wenn du ihn jahrelang wie einen Feind behandelst, zahlt dein ganzes Körper-Geist-Seele-System einen hohen Preis. Wie schon beschrieben, kenne ich das von mir selbst und habe unzählige schöne Events in Erinnerung, die ich nicht besuchte, weil ich mich nicht wohlfühlte in meiner Haut. Unförmig, unwohl und unbeweglich ist die treffende Gemütsbeschreibung, die mich zu Hause auf der Couch sitzen liess. Faktisch rückblickend war es mein negatives Selbstbild.

Dein Selbstwert wird immer abhängiger von deinem Spiegelbild und von Zahlen. Die Waage, der Schrittmesser, die Kleidergrösse, das Hautbild oder ein bestimmtes Körperteil. 

Du fühlst dich nur dann «erlaubterweise» liebenswert, wenn du gerade gut aussiehst. An allen anderen Tagen fühlst du dich minderwertig, auch wenn das objektiv gar nicht stimmt. 

Deine Lebensenergie versickert im Kontrollieren und Verstecken.  Das stundenlange Checken im Spiegel, die Kleidung, die immer kaschieren muss, du lässt dich nur an „guten Tagen“ fotografieren. Die Komplimente werden weg gewinkt und Sex gibt es nur im Dunkeln. 

Das kostet unglaublich viel Kraft, die dir dann für Freude, Kreativität, Beziehungen und deine wirklichen Ziele fehlen. 

Deine Beziehungen leiden, ohne dass du es merkst. 

Intimität wird schwierig, weil du deinen Körper nicht wirklich zeigen möchtest. Du bist innerlich durchgehend im Vergleichs- oder Verteidigungsmodus. Nähe wird anstrengend. 

Deine Psyche rutscht in einen Abwärtsstrudel durch Schamgefühl und die innere Ablehnung. Deine innere Kritikerin ist nie zufrieden. Du antwortest möglicherweise im schlimmsten Fall mit Essstörungsverhalten, übermässigem Sportzwang, Beauty-OP-Sucht und irgendwann antwortet dein Körper mit Verspannungen, Schmerzen und Erschöpfung.

Die Ablehnung ist wie ein Dauerkrieg gegen dich selbst. Du verlierst Lebenszeit, Freude, Leichtigkeit, echte Nähe und letztendlich ein Stück von dir selbst. 

Die gute Nachricht – und das ist wirklich eine gute Nachricht – dieser Kreislauf kann durchbrochen werden.

Dein Körper im Spiegel!

Heute wischst du mal das Spiegelbild nicht weg. So machen wir das doch sehr gerne. Ich stelle mich immer wieder so hin, dass ich mich in der vorteilhaften Silhouette sehe, und am liebsten ohne Brille😉😉😉! Wie machst du das?

Jede Veränderung beginnt mit der Annahme. Diese wiederum beginnt mit Hin-sehen und Hin-fühlen. 

Der Blick in den Spiegel ist der erste Schritt. Ich mag dir jetzt ein Experiment beschreiben, das in mir eine Wandlung herbeiführte. Es ist ein Weg aus dem inneren Druck und raus aus allen Mustern, die du vielleicht bisher gelebt hast. Es hat nichts mehr mit Funktionieren zu tun. Es ist eine intensive Begegnung mit dir selbst.

Ich schaute meine Augen im Spiegel an. So begann ich das Experiment. Die Begegnung mit mir hatte im ersten Schritt den Augen-blick und diesen verlängerte ich Tag für Tag. 

Gewiss, es war nicht einfach. Mein Blick schweifte ab, ich sah die kleinen Fältchen um den Mund, die etwas tieferen um die Augen, mein Teint war zu blass……und immer wieder erinnerte ich mich an den Augen-blick mit mir. 

Ich sandte mir während des Augen-blicks die Botschaft „ich mag dich“!

Glaube mir, nach einigen Tagen veränderte sich mein Gefühl zu mir. Ich hielt meinem Blick stand und die innere Abwehr wurde weniger. Nach weiteren Tagen verschwand die Abwehr gegen mich. Das ist ein mächtiges Experiment mit grosser Wirkung. 

Probier es aus und überwinde die Widerstände. Du wirst sie spüren, die Widerstände, und sie sind ok. Sie sind die Bausteine zu dir selbst, wenn du sie überwindest.

Es ist wunderbar, wenn sich die Widerstände langsam lösen, beginnt die Annahme von dir. Mit deinem Augen-blick verbindest du dich mit dir selbst. Dann kannst du weitergehen und das gesamte Spiegelbild betrachten. Wenn du unsicher wirst, gehe zurück in deine Begegnung mit dir selbst über die Augen.

Du wirst erleben, der Druck löst sich und du wirst weicher mit dir selbst. Das ist der Ausstieg aus dem Kampf mit dir selbst. Versuche es und schreibe mir, wie es dir damit geht!

Jetzt noch 3 praktische Tipps, um deinen Körper noch besser anzunehmen

den körper annehmen

1. Reduziere den kritischen Body Check!

Wenn du dich entschlossen hast, im Augen-blick dir selbst zu begegnen, reduziere alle weiteren täglichen kritischen Spiegelbegegnungen mit dir selbst. Du kennst sie sicher, den kritischen Body-Scan der „Problemzonen“ . Lasse sie bewusst weg und lobe dich am Abend, wenn du es geschafft hast. 

Du kannst dir eine Regel setzen: max. 3-mal am Tag und keine Selfies zum Kontrollieren.

Kennst du die Gedanken über dich selbst auf dem Foto?

Wenn ja, dann notiere dir die Gedanken und formuliere sie um.

Wenn du die Tipps regelmässig und wirklich ernsthaft umsetzt, wirst du erleben, wie sich die Gedanken verändern.

2. Sprich mit dir, wie mit deiner besten Freundin

Wenn deine innere Kritikerin loslegt, dann setze bewusst ein Stopp. Du kannst dich jetzt fragen: „Würde ich so mit meiner besten Freundin sprechen“?

Wenn dir der Gedanke noch präsent ist, dann formuliere ihn so um, wie du mit deiner besten Freundin sprechen würdest. 

3. Kleide dich für Wohlgefühl – nicht fürs Verstecken oder Zeigen!

Frage dich beim Anziehen: Fühlt sich das gut an? Kann ich mich darin gut bewegen“? Kann ich mich gut darin bewegen“? Wie fühle ich mich in meiner Kleidung?“. Das verändert den ganzen Tag.

 

Körperspuren lesen!

Mit Körperspuren lesen habe ich ein Format geschaffen, in dem du dir selbst begegnen kannst. Es ist der erste Schritt raus aus dem Körpergefängnis: die innere Kritikerin versöhnen, der Körper als Freundin annehmen, blockierte Energie lösen und fremde Ideale lösen.

  • Spuren lesen, erkennen und annehmen statt verurteilen
  • Urteile auflösen und innere Dialoge bewusst unterbrechen.
  • den Körper wieder bewohnen und nicht abspalten – sich zu Hause fühlen
  • Sinnlichkeit und Lebendigkeit zurückgewinnen. Wenn der Kampf endet, kehrt Energie zurück und mehr Vitalität, Leichtigkeit und Freude, Kreativität am eigenen Sein wird gelebt. 
meinen Körper annehmen

Wenn du interessiert bist, trage dich unten ein, dann informiere ich dich über den nächsten Kurs in Konstanz.

Ich freue mich über deine Erfahrungen und Kommentare!

Von Herzen 

Susanne

 

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