Deinen Körper annehmen – so wie er ist. Das klingt einfacher, als es sich im Alltag anfühlt. Vielleicht kennst du diesen inneren Konflikt, wenn du dich im Spiegel betrachtest und dein Blick sofort auf das fällt, was du verändern möchtest. Genau hier setzt dieser Blog an. Ich zeige dir, wie du mit kleinen Schritten lernen kannst, deinen Körper liebevoller zu sehen und mehr Selbstakzeptanz zu entwickeln.

Den Körper annehmen oder ablehnen - die Gesichter der Ablehnung

 Die Ablehnung des eigenen Körpers hat viele Gesichter.

Et Voila der Diätenwahn … erst die ganz bestimmte Kilozahl lässt dich ruhig werden „du fühlst dich schönl“  Wie sehr sich die  Körperformen im Wandel der Zeit veränderten und die Schönheitsideale bestimmten, habe ich im letzten Blog aufgezeigt. Wenn du der Körperform des aktuellen Schönheitsideals entsprochen hast, gut. Wenn nicht, folgten Diäten, Verkleidungen, Push Ups usw. Der Selbstwert litt darunter, von Selbstakzeptanz ganz zu schweigen.

Die Verkleidungen oder besser die Verhüllungen kosten Zeit, Geld und Selbstwert. Perfekt ist, was passt.

Warum es so schwer ist, den eigenen Körper anzunehmen?

Die Knie sind zu knochig, der Po zu breit, der Bauch hängt, die Operationsnarben werden nicht akzeptiert. Das muss einfach weg. 

Die Korrektur der Nase, der Brust, der Vulva, des Bauchs, der Oberschenkel durch einen chirurgischen Eingriffe ist moderne Sklaverei, oder? Es wird gelasert, geliftet, gespritzt und geschnitten und der individuelle Ausdruck bleibt auf der Strecke.

Das sind die offensichtlichsten Gesichter der Körperablehnung. Davon leben Industrien. 

Wenn du dich mit den Inhaltsstoffen der Kosmetik beschäftigst und den Folgen für unser Körper- und Hormonsystem, dann wirkt das wie ein Angriff auf Körper und Umwelt.

Hier nur ein kleines Beispiel: Haut- und Haarprobleme sind oft an gepflegt. Waschaktive und schäumende Substanzen entfetten die Haut. Sie fühlt sich dann trocken an und spannt. Wenn du dich ausführlich mit diesem Thema beschäftigen möchtest, dann empfehle ich dir die Seite der Verbraucherzentrale, die ich dir hier verlinke.

Der heimliche Vergleich mit den Kolleginnen, der Schwester oder der Nachbarin lässt bestimmte Körperregionen noch unattraktiver erscheinen. 

Jetzt verstehe mich richtig. Jede Frau lebt, was für sie stimmt. Wenn du die Nase korrigieren lässt, schlank sein möchtest und dich gerne vorteilhaft kleidest, dann feiere ich das. Ich mag gute Kleidung, schminke mich gerne und habe in den letzten Jahren die Bewegung entdeckt, die mir Freude bereitet. 

Wenn aber hinter all den Aktivitäten die Ablehnung deines Körpers und damit die Trennung von dir selbst steht, dann ist das ein (un) heimlicher Krieg.

Glaube mir, ich weiss, worüber ich schreibe. Es war ein langer Weg von der Ablehnung meines Körpers (in der Tiefe die Ablehnung von mir) hin zur Annahme meines Körpers und mir. 

Schönheitsideale, Sozialisation, Soziale Medien und ihre Bilder, die Stimmen der Kindheit, der Vergleich unter uns Frauen machen es schwer, den eigenen Körper anzunehmen. Die Sehnsucht nach Perfektion unmöglich. Wir halten diese Einflüsse oft für „die Wahrheit“, obwohl sie es nicht ist. 

Die Themen des Blogs

Ein kleiner Ausschnitt aus meiner Geschichte

Dein Körper ist nicht dein Feind. Wenn du ihn jahrelang wie einen Feind behandelst, zahlt dein ganzes Körper-Geist-Seele-System einen hohen Preis. Wie schon beschrieben, kenne ich das von mir selbst und habe unzählige schöne Events in Erinnerung, die ich nicht besuchte, weil ich mich nicht wohlfühlte in meiner Haut. Unförmig, unwohl und unbeweglich ist die treffende Gemütsbeschreibung. Ich blieb zu Hause auf der Couch und schmollte auf das Leben.

Die grössten Denkfehler zum Thema Selbstakzeptanz

  • du glaubst, du musst dich entweder akzeptieren oder verändern
  • du musst dich erst verändern, um dich zu mögen
  • andere sehen perfekt aus, nur du nicht
  • dein Wert hängt von deinem Aussehen ab
  • deinen Körper annehmen, wie er ist, bedeutet Stillstand 
  • Stillstand heisst, es bleibt, wie es ist
  • Annahme und Veränderung schliessen sich aus

Ist Ablehung ist ein heimlicher Dauerkrieg gegen dich selbst?

Dein Selbstwert wird immer abhängiger von deinem Spiegelbild und von Zahlen. Die Waage, der Schrittmesser, die Kleidergrösse, das Hautbild oder ein bestimmtes Körperteil. 

Du fühlst dich nur dann «erlaubterweise» liebenswert, wenn du gerade gut aussiehst. An allen anderen Tagen fühlst du dich minderwertig, auch wenn das objektiv gar nicht stimmt. 

Deine Lebensenergie versickert im Kontrollieren und Verstecken.  Das stundenlange Checken im Spiegel, die Kleidung, die immer kaschieren muss, du lässt dich nur an „guten Tagen“ fotografieren. Die Komplimente werden weggewinkt und Sex gibt es nur im Dunkeln. 

Das kostet unglaublich viel Kraft, die dir dann für Freude, Kreativität, Beziehungen und deine wirklichen Ziele fehlen. 

Deine Beziehungen leiden, ohne dass du es merkst. 

Intimität wird schwierig, weil du dich nicht wirklich zeigen möchtest. Du bist innerlich durchgehend im Vergleichs- oder Verteidigungsmodus. Nähe wird anstrengend. 

Deine Psyche rutscht in einen Abwärtsstrudel durch Schamgefühl und die innere Ablehnung. Deine innere Kritikerin ist nie zufrieden. Du antwortest möglicherweise im schlimmsten Fall mit Essstörungsverhalten, übermässigem Sportzwang, Beauty-OP-Sucht und irgendwann antwortet dein Körper mit Verspannungen, Schmerzen und Erschöpfung.

Die Ablehnung ist wie ein Dauerkrieg gegen dich selbst. Du verlierst Lebenszeit, Freude, Leichtigkeit, echte Nähe und letztendlich ein Stück von dir selbst. 

Die gute Nachricht – und das ist wirklich eine gute Nachricht – dieser Kreislauf kann durchbrochen werden.

Ein ehrliches Spiegelbild

Jede Veränderung beginnt mit der Annahme. Diese wiederum beginnt mit Hin-sehen und Hin-fühlen. 

Der Blick im Spiegel in meine Augen war  der erste Schritt der Wandlung.

Ein ehrlicher Augen-Blick in den Spiegel, kein Wegwischen der ungeliebten Spuren.

Dieser Augen-Blick hat nichts  mit Funktionieren zu tun. Es ist eine intensive Begegnung mit dir selbst.

Ich schaute meine Augen im Spiegel an. So begann ich das Experiment.

Den Fokus halte ich mit dem Blick in die Augen. Fältchen, Narben, Hautverfärbungen lenken immer wieder ab. Ich lenke den Blick in die Augen zurück und sage mir, wie sehr ich mich mag.

Deine Fragen und meine Antworten - Der FAQ Block

Wie kann ich lernen, meinen Körper anzunehmen?

Indem du deine Gedanken bewusst wahrnimmst, dich weniger vergleichst und Schritt für Schritt einen freundlichen Umgang mit dir entwickelst.

Oft liegt es an äusseren Einflüssen wie die sozialen Medien, kulturellen und historischen Schönheitsidealen und alten Glaubenssätzen

Nein – Selbstakzeptanz ist der erste Schritt. Die Annahme deines Wesens beginnt mit dem Körper. Annahme bedeutet Liebe und ist ein Prozess.

Ja, absolut. Veränderung aus Selbstfürsorge ist etwas anderes als Veränderung aus Selbstkritik.

….und solltest du noch mehr Fragen haben, dann schreibe sie bitte in die Kommentare und ich nehme sie im FAQ Block auf. Selbstverständlich beantworte ich sie auch direkt.

Körper annehmen lernen: 5 konkrete Übungen

den körper annehmen

1. Reduziere den kritischen Body Check!

Wenn du dich entschlossen hast, im Augen-blick dir selbst zu begegnen, reduziere alle weiteren täglichen kritischen Spiegelbegegnungen mit dir selbst. Du kennst sie sicher, den kritischen Body-Scan der „Problemzonen“ . Lasse sie bewusst weg und lobe dich am Abend, wenn du es geschafft hast. 

Du kannst dir eine Regel setzen: max. 3-mal am Tag und keine Selfies zum Kontrollieren.

Kennst du die Gedanken über dich selbst auf dem Foto?

Wenn ja, dann notiere dir die Gedanken und formuliere sie um.

Wenn du die Tipps regelmässig und wirklich ernsthaft umsetzt, wirst du erleben, wie sich die Gedanken verändern.

2. Sprich mit dir, wie mit deiner besten Freundin!

Wenn deine innere Kritikerin loslegt, dann setze bewusst ein Stopp. Du kannst dich jetzt fragen: „Würde ich so mit meiner besten Freundin sprechen“?

Wenn dir der Gedanke noch präsent ist, dann formuliere ihn so um, wie du mit deiner besten Freundin sprechen würdest. 

3. Kleide dich für Wohlgefühl – nicht fürs Verstecken oder Zeigen!

Frage dich beim Anziehen: Fühlt sich das gut an? Kann ich mich darin gut bewegen“? Kann ich mich gut darin bewegen“? Wie fühle ich mich in meiner Kleidung?“. Das verändert den ganzen Tag.

4. Deine Gedanken beobachten

Wir denken zwischen 40 000 und 60 000 Gedanken durch den Tag. Achte auf deine bewussten Gedanken. Du musst nicht sofort „nur gute Gedanken“ über dich selbst denken. Sei geduldig mit dir selbst ….Schritt für Schritt.

5. Dankbarkeit für deinen Körper

Dein Körper leistet Tag für Tag unglaublich viel. Der gesamte Organismus von Organen, Sehnen, Faszien,  Muskeln, Blutkreislauf, Nerven- und Nervensystem usw. arbeiten perfekt in der Regel zusammen. Die Dankbarkeit für dieses Wunderwerk Körper zu fühlen, führt dich in die Annahme.

Ganz wichtig: Du musst nicht perfekt sein, um dich wohlzufühlen. Du darfst genau da beginnen, wo du gerade stehst.

KörperSpuren lesen!

Mit Körperspuren lesen habe ich ein Format geschaffen, in dem du dir selbst begegnen kannst. Es ist der erste Schritt raus aus dem Körpergefängnis: die innere Kritikerin versöhnen, der Körper als Freundin annehmen, blockierte Energie lösen und fremde Ideale lösen.

  • Spuren lesen, erkennen und annehmen statt verurteilen
  • Urteile auflösen und innere Dialoge bewusst unterbrechen.
  • den Körper wieder bewohnen und nicht abspalten – sich zu Hause fühlen
  • Sinnlichkeit und Lebendigkeit zurückgewinnen. Wenn der Kampf endet, kehrt Energie zurück und mehr Vitalität, Leichtigkeit und Freude, Kreativität am eigenen Sein wird gelebt. 
meinen Körper annehmen

Wenn du interessiert bist, trage dich unten ein, dann informiere ich dich über den nächsten Kurs in Konstanz.

Ich freue mich über deine Erfahrungen und Kommentare!

Von Herzen 

Susanne

 

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