Wenn der Bus bepackt ist, mit all meinem Spielzeug, dem Fahrrad, dem SUP, dem Laptop, den Skiern und ich losfahre, dann jubiliert jede Zelle in mir.
Warum tue ich mir das an?
Es ist unbequem, umständlich, braucht eine effiziente Logistik, wenn ich arbeite eine stabile Netzverbindung.
Das ist die Shortversion von einem Leben mit und in meinem VW Bus. Ich übe noch, bevor ich mich auf längere Auslandsaufenthalte einlasse.
So manche Stimmen in meinem Umfeld weisen mich darauf hin, dass ich jetzt doch auch schon älter bin und eine gewisse Bequemlichkeit verdient habe.
Das sind gut gemeinte Stimmen und Hinweise, sie fallen nicht auf einen fruchtlosen Boden. Insgeheim höre ich im Inneren Stimmen, die ähnlich klingen.
Ich gebe zu, die hygienischen Bedingungen sind gewöhnungsbedürftig, mein Rücken mag lange Regentage im Bus nicht.
Für alle, die digitales Nomadentum anstreben, mache ich mal eine Pro und Contraliste und klar in erster Linie für mich selbst.
Die Themen des Blogs
Was spricht dafür?
Die Vorteile liegen auf der Hand – ein Leben direkt in der Natur, ortsunabhängig und frei. Die Reiseziele lassen sich sehr flexibel und je nach Jahreszeit wählen.
Der ständige Kontakt mit der Natur und den wechselnden Landschaften und Kulturen bedeutet für mich viel persönliche Entwicklung. Die Flexibilität fordert und fördert mich. Ganz ehrlich bislang habe ich das nur in meinen Ferien erlebt und länger als 2 Monate war ich nie unterwegs. Der Gedanke, mal für ein Jahr unterwegs zu sein, fasziniert und gruselt mich gleichzeitig.
Also weiter mit den Vorteilen eines Vanlifes, spreche ich mal von einem Jahr.
Die Reduktion auf das Wesentliche kann befreiend sein. Wenn ich 4 Wochen unterwegs bin, dann brauche ich max. zwei Paar Schuhe, eine kurze Hose, ein Rock oder Kleid, zwei, drei T-Shirts und einige Sportklamotten. Das ist die Ausstattung für den Süden…..und es reicht immer.
Ganz klarer Vorteil ist weniger Konsum und Ausgaben. Der Stauraum ist sehr begrenzt.
Die Fixkosten minimieren sich, wenn ich nur die monatliche Miete rechne, die ich gerade bezahle. Reicht schon um einen Monat in einem günstigeren Land zu leben.
Ein Turbo in der Persönlichkeitsentwicklung durch die Anforderungen der neuen Kulturen und Länder, neue Probleme, die ich lösen darf und die innere und äussere Flexibilität durch die Anpassung an veränderte Bedingungen.
Die Reduktion auf das Wesentliche kann befreien. Es führt zu einer bewussteren Beziehung zu Besitz und Konsum.
Fällt dir noch etwas ein, was ich übersehen habe? Dann schreibe doch bitte einen Kommentar.
Was spricht dagegen?
Es darf nie etwas länger liegen bleiben. Es bedeutet ein minimalistisches Leben: jedes Stück braucht seinen festen Platz. Die sanitären Grundbedürfnisse sind ständig Organisationsthema. Ich bin sehr wetterabhängig bei Regen, Kälte und/oder Hitze.
Ein stabiles Internet ist nicht überall gegeben. Das ist die Grundvoraussetzung, um verlässlich für meine Kundinnen agieren zu können.
Konzentration, Routine und Videocalls sind schwerer aufrechtzuerhalten. Die Stromversorgung muss zuverlässig funktionieren.
Die sozialen Aspekte sind wirklich gut zu überleben. Es gibt einsame Zeiten, die ich gut handeln muss. Tiefere und kontinuierliche Beziehungen sind schwerer zu leben. Es fehlen Nachbarschaft und ein soziales Netzwerk. Meine Freundschaften in Konstanz, Schweiz und Umgebung könnte ich nicht mehr in der Form leben, wie jetzt. Mein schmerzlichster Punkt, ich könnte mein Enkelkind nicht regelmässig sehen.
Die steuerlichen Belange und Krankversicherung sind gut zu überlegen und abzuklären. Hierzu kann ich im Moment bisher nicht viel schreiben.
Auch die Wartungen und Reparaturen am Fahrzeug im Ausland sind ein Risiko.
Coaching und Vanlife!
Jetzt überlege ich mal laut und gestalte ein Busleben. Die erste Frage, die sich stellt, ist folgende: Wie viel Angebot ist ortsgebunden und braucht meine Präsenz, persönliche Berührung und Raum und wie viel kann online laufen? Wie müsste ich meine Angebotsformen anpassen? Das heisst:
- Die Coachingangebote werden ausschliesslich online erfolgen. Das 1:1 Coachin, die Reflexions- und Prozessarbeit lassen sich gut per Zoom oder Teams durchführen.
- Körperarbeit in den Seminaren selbst braucht Präsenz, Integration, Übungsanleitungen und funktionieren nur vor Ort.
- Aufgezeichnete Impulse, der Podcast, Meditationen und Körperübungen als Selbstlern-Material für zwischendurch können in kleinen Videoeinheiten präsentiert werden.
Reisecoaching
- meine Reise selbst kann ich zum Format machen mit kleinen Frauengruppen an schönen Orten zu denen ich einlade, wenn ich einen schönen Standort besuche. Die Naturverbundenheit passt super gut zu FrauenKörperSpuren.
- Frauenkreise an wechselnden Orten, beworben über einen Standort (die sozialen Medien machen es möglich)
Saisonale Präsenzphasen:
- Es gibt feste Ankerzeiten pro Jahr (die Sommermonate in Konstanz, die Wintermonate unterwegs). In diesen Zeiten finden die Präsenzseminare wie Weibeswohl ist Leibeswohl statt.
- In den Wintermonate finden die Frauenkreise unterwegs statt und bieten den Impuls zu reisen oder Frauen vor Ort anzusprechen.
Praktische Voraussetzungen
Soll ich jetzt die Reiseroute nach dem verlässlichen Internet aussuchen? Sicherlich ist ein mobiler Router mit gutem Datenvolumen die Lösung. Schlau sind auch noch mehrer Netzbetreiber-SIMs als Backup. Vereinbarte Videocalls dürfen nicht ausfallen.
Der Bus bietet einen ruhigen und neutralen Hintergrund für die Calls, das ist eine gute und praktische Voraussetzung für einen Remote Arbeitsplatz mit gutem Licht und Ton.
Feste Termin-Slots sind auch wichtig, das bringt Verlässlichkeit in die Verbindung mit meinen Kundinnen. Vertrauen und Kontinuität sind so wichtige Merkmale im Zusammenwirken.
Zeitfenster, die geplante Standortwechsel ermöglichen, mit ausreichend Raum, damit alles wieder funktioniert, ich mich wohlfühle ohne gebuchte Calls.
Die Webseite, das Impressum und das Steueramt verlangen eine ladungsfähige Geschäftsadresse, das bleibt auch im Busleben selbstverständlich.
Gerne begleite ich dich persönlich auf deinem Weg verbunden mit dir. Ich biete dir ein kostenfreies Gespräch an:
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Was tue ich mir da an oder eine neue Lebensphase?
Jetzt habe ich gedanklich gespielt und dich mitgenommen auf den ersten Schritt meiner Reise. Die Frage kann ich zum jetzigen Zeitpunkt bislang nicht beantworten. Ich komme gerade von einer kleinen Reise mit dem Bus aus der Toskana und über die Schweizer Alpen und habe es sehr genossen. Es war eine Ferienreise teils mit Familie und teils in meinem Rhythmus. Neugierig bin ich neue Orte und Landschaften zu entdecken, auch das Neue im schon Bekannten zu erkennen. Ich bin noch voller Eindrücke des nächtlichen Sternenhimmels in den Bergen, das Rhöhren der Platzhirsche in den umliegenden Wäldern nachts, die wunderbare Genusskultur in der Toskana, die alten Gemäuer und des Dolce Vita.
Wenn du bis hierher mitgelesen hast, dann bedanke ich mich für dein Interesse. Was meinst du? Würdest du zu Frauenkreisen oder kleinen Seminareinheiten z.B. nach Portugal oder Andalusien in den Wintermonaten reisen, wenn du rechtzeitig informiert wirst?
Ich freue mich auf deinen Kommentar und deine Meinung.
Susanne Krauss
Transformationscoach – Bloggerin – Seminare
Mit FrauenKörperspuren begleite ich Frauen auf ihrem Weg, ihren Körper anzunehmen, hin zu mehr Vitalität und Lebensfreude. Es macht mir sehr viel Freude, zu schreiben und anzuregen. Die Tipps sind alltagstauglich, selbst ausprobiert. Ich mag’s praktisch, einfach und vor allem wirkungsvoll.