Der erste Monat des Jahres ist  vorbei. Viele Beiträge in den sozialen Medien fragen nach, ob die Ziele für 2022 auch noch verfolgt werden. Die Statistik gibt uns Auskunft. Es werden lediglich 12 bis 39 % der gesetzten Jahres-Ziele erreicht. Es stellen sich folgende Fragen: Stimmt die Statistik? Wenn ja, ist etwas faul? Mit der Methode oder mit den Menschen oder mit den Zielen, wie wir uns setzen. Laufen wir den Zielen hinterher wie der Esel der Karotte?

 Ziele zu definieren, sie zu verfolgen und umzusetzen, ist ein Erfolgsgarant - Stimmt das?

Wir teilen sie ein in kurz-, mittel- und langfristig. Es gilt als zielstrebig Ziele zu erreichen. Wir verbinden Beharrlichkeit, Entschlossenheit, Disziplin und Willensstärke damit. "Wer keine Ziele hat, dem kann nichts gelingen. Erst die Ziele machen den Erfolg möglich" - Die Liste ist lang, mir geht schon nach einigen solcher Sätzen fast die Luft aus. Jetzt bitte nicht falsch verstehen. Ziele sind wichtig, sie haben ihren Platz. Sie machen weder den Erfolg möglich, noch sind sie die Zeichen für die o.g. Attribute. Sie sind einfach eine Methode, die Sinn macht, wenn Du die Methode so nutzt, dass sie für Dich Sinn macht. Es sind nicht die Ziele, die den Erfolg machen. Du bist es, mit allem was Du bist.

In diesem Satz liegt aus meiner Sicht die Lösung. Wenn der Esel der Karotte hinterherläuft, dann kommt  zum Ausdruck: Es hält ihm jemand die Karotte vor die Nase. Ich übersetze: Es sind die Ziele anderer, die der Esel verfolgt, nicht die eigenen Ziele.  Sie können erreicht werden. Auf unserem Bild hat der Esel allerdings keine Chance. 

Entweder läuft er der Karotte hinterher oder er bleibt stehen und wird bockig.  Dafür sind sie ja bekannt, die Esel 

Kurzfristig funktioniert so ein Bild. Je pragmatischer und mental sportlich Du veranlagt  Du bist.  Du liebst es, Ziele zu erreichen und sich dann dem Nächsten zu widmen.  In unserer Wettbewerbsstruktur passt das gut. 


Jetzt behaupte ich, die Wettbewerbskultur und -struktur verändert sich. Mit der C-Zeit hatten viele Menschen auf einmal Zeit. Die Fahrtwege fielen weg, es wurde mehr Zeit zuhause im Hoffice verbracht. Einige konnten  durchatmen, Blickwinkel veränderten sich. Die Zeit stand still und drehte sich langsamer. Jedem und jeder ist klar, dass die "alte Zeit" vorbei ist. Ich gehöre zu den Menschen, die die "alte Welt" liebte, auch wenn mir bewusst war, dass es sehr viele Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten gab.  Sie ist vorbei. 


Die "neue Zeit" wird gerade geboren. Sie ist noch nicht sichtbar, manchmal spürbar. Jetzt ist Übergangszeit. Wie lange sie dauert, weiß niemand. Es lohnt nicht zu spekulieren. Achtsam und mit allen Sinnen offen die 

"neue Zeit "  wahrzunehmen  und gestalten. Sich der eigenen Bedürfnissen und Wünschen Raum zu geben, ist ein guter Weg.  

Passt Wettbewerb noch in unsere Zeit?

Der Reiter hält die Leine.  Er gibt den Takt vor. Der Esel muss nur glauben, dass er die Karotte bekommt.  Auf unserem Bild bestimmt der Reiter das Geschehen.  Das ganze Spiel funktioniert, bis der Esel merkt, dass er die Karotte nie erreichen wird. 

Wie kann`s anders gehen:

"Du bist Teil des Spiels und gestaltest Deine Vision,  du bestimmst die Ausrichtung und definierst Deine Ziele"

Wir gestalten die "neue Zeit" mit unseren Visionen, setzen den Fokus, bestimmen die Ausrichtung und formulieren daraus unsere Ziele.


Die eigene Haltung ist ausschlaggebend. Wir erwarten in der Regel in Veränderungsprozessen meist eine negative Wendung. Womit das zusammen hängt, mag ich heute nicht ausführen. Das hat Gründe und liegt in unserer individuellen und gesellschaftlichen Entwicklung. 


Die Haltung einer positiven Veränderung und Entwicklung verändert von jetzt auf gleich.  Es ist möglich.  Es würde schon ausreichen, wenn wir in jedem  Wandelprozess einen positiven Ausgang erwarten. Das ist wachstumsorientiertes Denken und führt genau zu diesem Handeln. In der Erwartung, dass Veränderung den Wandel ins Positive bedeutet. Unsere Gedanken bestimmen unsere Gefühle und umgekehrt, vor allem gestalten sie unsere Handlungen. Wenn jede*r Mensch tief in sich gräbt, dann sind wir uns in unseren Grundbedürfnissen einig, nicht aber über die Wege. Wir wollen ein wohlwollendes und erfülltes Leben in Frieden mit unseren Liebsten. Die Ausschläge dieser Linie gibt es, sie sind nicht wesentlich. 


Wenn Jede*r  die Veränderung ist, die er selbst wünscht, dann kann`s was werden. 


Wenn es Dich interessiert, kannst Du im OnlineWorkShop Gelassenheit mit der Kraft Deiner Emotionen einen ersten Schritt in die Haltungswende machen. Vielleicht ist es gar keine Wende, sondern lediglich ein Rück-erinnern, es ist alles da, in Dir. Wenn Du es gerade nicht spürst, dann will es frei-gelegt werden. Die Frage der persönlichen Haltung in allen Bereichen unseres Leben ist wichtig. Eine lebendige, wachstumsorientierte, liebevolle Haltung ist der Nährboden. 


 "Ziele sind zeitgemäß, wenn wir sie gestalten, die Vision stimmt, der Fokus gesetzt ist, die Ausrichtung klar und Spielraum zur Umsetzung vorhanden ist" 

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    12 replies to "Sind Ziele noch zeitgemäß?"

    • Susanna Patzel

      Wundervoll geschrieben.
      Nicht mehr einer Karotte nachlaufen, sondern der eigenen Nase folgen. Schnüffelnd 🤪Nicht immer der einfachste Weg, aber es lohnt sich, Und mit Gleichgesinnten wie dir, flutscht es besser und macht Freude. ❤️

      • Susanne Krauss

        Wie schön Du das ausdrückst: „Mit der eigenen Nase schnüffeln“. Das nehme ich auf. Danke für Deinen wertvollen Kommentar. Richtig, nicht immer einfach, aber lohnend.

    • Alexandra Friedhoff

      Guter Artikel 🙂 Lieber die Karotte lieber gleich essen und dann loslaufen für die eigenen Ziele.

      • Susanne Krauss

        😁erst einmal an die Karotte rankommen 😁 Danke für den Kommentar. Herzliche Grüsse Susanne

    • Susanne

      Danke für diesen wunderbaren Blog., du bist auch eine Meisterin der Worte. Wieder mehr der eigenen Intuition folgen, die Veränderung umarmen, sie als eine Chance sehen. Vertrauen in uns selbst, in uns alle. Danke für diesen Satz. „Wenn Jede*r die Veränderung ist, die er selbst wünscht, dann kann`s was werden. „

      • Susanne Krauss

        Danke für den Kommentar, ja die Intuition ist eine weibliche Form, die ist sehr wichtig. Wenn wir die weibliche Art die Welt zu erfassen über unsere Fähigkeit zu empfangen mit der männlichen Zielorientierung verbinden, dann kommt was dabei raus. Herzliche Grüsse Susanne

    • נערות ליווי

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