Es braucht nicht viel, um aus dem inneren Frieden herauszufallen. Es braucht nicht viel, wieder in die innere Balance zu finden
Nicht mehr aus der Balance fallen ist ein Ziel. Das kann der erste Schritt auf dem Weg zu deinen inneren Frieden sein.
Ersteres erfahre ich in meinem Alltag. Ich falle heraus und finde wieder zurück. Als emotionaler Mensch braucht es manchmal einen oder zwei Tage, je nach Trigger.
Wir sprechen von Triggern – Auslösern, die uns aus der inneren Ruhe oder dem Frieden herauskatapultieren. Das können
- die täglichen Nachrichten
- der Besuch der Schwiegermutter
- die Bemerkung eines Kollegen
- ein Geruch oder eine Melodie, die eine unangenehme Erinnerung aktiviert
- der Blick in den Spiegel
- die aktuelle Zahl auf der Waage
Die Folgen der Trigger und Lebensereignisse, die dich aus deinem inneren Frieden kippen
Die genannten Trigger und Lebensereignisse sind die wertvollen Diamanten und nur wenn du weisst, wie du damit umgehen kannst.
Wenn du bisher nicht weisst, wie du die Trigger für dich nutzen kannst, sind es die Puschs
- für dauerhaft schlechte Gefühle
- dich zu verurteilen und/oder schuldig zu sprechen
- die Mitmenschen zu verurteilen und/oder schuldig zu sprechen.
Im folgenden Blog biete ich dir einen Mix aus erprobten Alltagswerkzeugen, die Trigger zu deinen Freunden machen und somit die innere Balance wahren. Das führt zu mehr Lebendigkeit und vor allem in die emotionale Stabilität
Wenn der Rythmus durcheinander kommt, stört das den inneren Frieden
Wir Frauen sind mit unserem Körper, mit den Rhythmen und Zyklen sehr eng verbunden.
Die Jahreszeiten spiegeln die Rhythmen der Natur. Sie sind das Abbild der Lebenszyklen, wie Tag und Nacht und die Jahreszeiten, Geburt und Tod und Tod und Geburt.
Überall folgt ein Anstieg und ein Abstieg oder ein Aufbau und Abbau.
Die Schwankungen beeinflussen unseren inneren Frieden.
Rhythmen und Zyklen strukturieren, geben einen Rahmen und sorgen dafür, dass alles im Fluss bleibt. Der Mondzyklus beeinflusst im Auf- und Abbau der Schleimhäute den weiblichen Mondzyklus. Rhythmen bewegen sich zwischen Polaritäten und strukturieren die Übergänge, markieren Orientierung und schaffen Raum und Struktur für lebendige Prozesse.
Der Mond lenkt nicht nur die Gezeiten der Meere. Er steht im engen Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus. Sein Zyklus entspricht dem weiblichen Zyklus.
Jeder Mensch ist beeinflusst von einer inneren Uhr. Wir richten uns nach einem Grundrhythmus. Dieser prägt Licht und Temperatur.
Gerät dieser Rhythmus durch äussere Faktoren aus dem Gleichgewicht, kann sich unser Organismus kurzfristig einrichten, langfristig gerät unser System aus dem Takt.
Die Themen des Blogs
Die Frau als Teil eines Geflechts von Rhythmen
Jetzt mag ich mehrere Ebenen verweben:
Das Kosmische mit Mond und Sonne, die Gezeiten, Licht und Dunkel sind Kräfte, die wir nicht steuern, aber spüren können.
Das Biologische mit der inneren Uhr, Herzschlag und Atemrhythmus, der Austausch von innen nach aussen und aussen nach innen, die Schleimhäute, der Körper in empfindlicher Resonanz auf die äusseren Rhythmen mit einer möglichen Folge, den eigenen Körper nicht annehmen zu können.
Das Alltagspraktische das passiert, wenn du dauerhaft gegen diesen Rhythmus lebst. Schichtarbeit, künstliches Licht, Zeitdruck, Reizüberflutung, sich gegen die eigene Natur wenden, indem das Weibliche verdrängt und unterdrückt wird. Der Körper kann sich kurzfristig anpassen, längerfristig zahlst du einen Preis.
Ich gebe dem einen Rahmen und Sprache, was du vielleicht nur als dumpfes Unbehagen kennst.
Der Körper als Teil eines grösseren Rhythmus
Jetzt lade ich dich ein, den Körper als Teil des Lebensrhythmus zu sehen und zu erleben. Es ist eine Einladung zur Entkrampfung. Schwankungen gehören zum Wesen des Lebens, in der Natur, im Körper, in den Jahreszeiten, im Jahr. Das Herausfallen aus der Balance ist kein Fehler oder eine Fehlfunktion. Es ist Teil des Zyklus und von Übergängen.
Was mich an dieser weiblichen Perspektive berührt: Frauen tragen dieses Zykluswissen im Körper. Die Gesellschaft hat es lange als Schwäche gerahmt in der Verurteilung von Stimmungsschwankungen, Empfindlichkeiten und Unberechenbarkeit.
Es ist eine besondere Fähigkeit zur Resonanz mit dir selbst, mit dem Mystischen, mit dem Lebendigen.
Ein stimmiges Bild – die Frau im Rhythmus ihrer Zyklen..
Inneren Frieden herstellen und wahren
Innerer Frieden in der Verbindung mit den Rhythmen und den Zyklen ist kein Zustand, den du einmal erreichst und dann für immer besitzt. Er ist wie eine Flamme, manchmal brennt sie hell und ruhig und manchmal wackelt sie, eher flackert sie. Es gibt Zeiten, da erlischt sie fast. Dann ist die Kunst, wieder zurückzufinden und zu wissen, wie du zurückfindest.
Es sind die Trigger und Lebensereignisse, jene Auslöser, die dich aus der Ruhe heraus katapultieren. (wie schon benannt, der Besuch der Schwiegermutter, die aktuellen Kilos auf der Waage….)
Diese Momente haben eines gemeinsam: Sie sind nicht der Feind!
Sie sind Wegweiser oder Diamanten im Rohzustand. Sie zeigen uns, wo noch etwas wartet, das gesehen werden will.
Der Unterschied liegt darin, ob du Werkzeuge hast, um damit umzugehen, oder ob du schutzlos in Urteilen, Schuld und dauerhaft schlechten Gefühlen versinkst.
Hier sind acht erprobte Wege, vier um deinen inneren Frieden wiederherzustellen, wenn du herausgefallen bist, und vier, um deinen inneren Frieden im Alltag zu wahren.
Inneren Frieden herstellen
- Den Trigger annehmen
Der erste und wichtigste Schritt ist der einfachste und doch der schwierigste zugleich: Innehalten, nicht reagieren, nicht erklären, nicht rechtfertigen.
Körperübung: Leg eine Hand auf deinen Herzraum und sage dir innerlich: „Ich nehme wahr, das mich das gerade berührt hat“ Kein Warum, kein Urteil nur die schlichte, ehrliche Anerkennung dessen, was ist.
Dieser Moment unterbricht die automatische Reaktionskette und gibt dir wieder das Steuer zurück.
2. Den Körper regulieren
Bevor der Geist klarer werden kann, muss der Körper aus dem Alarmzustand heraus. Denn wenn du getriggert bist, schaltet das Nervensystem auf Kampf oder Flucht und in diesem Zustand ist keine echte Verarbeitung möglich.
Körperübung: Die 4-4-8 Atmung wirkt sofort. 4 Sekunden einatmen, 4 Sekunden halten, 8 Sekunden ausatmen. Schon drei Runden verändern den Zustand spürbar.
Summen oder Singen aktiviert den Vagusnerv und beruhigt das System von Innen heraus.
3. Die Emotionen benennen und fühlen
Studien zeigen: Allein das Benennen einer Emotion reduziert ihre Intensität. Nicht weil sie dadurch verschwindet, sondern weil sie endlich gesehen und ausgesprochen wird.
Körperübung: Setze dich in, atme tief und frage dich: „Was fühle ich wirklich gerade?“ Nicht die Geschichten drumherum, nicht die Erklärung, nicht die Schuldfrage, sondern die rohe, ehrliche Emotion. Ist es Wut? Trauer? Enttäuschung? Scham? Angst?
Schreibe sie auf und frage dich weiter: „Wo spüre ich das in meinem Körper?“ Ein Druck in der Brust, ein Kloss im Hals, eine Schwere in den Beinen. Der Körper trägt die Emotion, bis sie gehört wird. Erst dann kann sie sich auflösen.
4. Den Rhythmus respektieren
Als emotionale Frau brauchst du vielleicht ein paar Stunden, um wieder zurückzufinden. Das ist kein Scheitern. Das ist dein Rhythmus.
Richte dir für die schwierigen Phasen bewusst einen Rahmen ein. Reduziere unnötige Reize. Ich erlaube mir immer ganz bewusst, einen Tag zu schmollen oder eine melancholische Stimmung. Meistens gelingt es mir und ich bin nach einer Nacht wieder in einer guten Stimmung.
Ich vertraue meinem eigenen inneren Rhythmus mittlerweile nach einer Phase des Übens. Es klappt. Das Vertrauen in den Rhythmus ist selbst schon ein Akt des inneren Friedens.
Inneren Frieden wahren
5. Rhythmus und Struktur leben
Körper und Geist lieben Vorhersehbarkeit, nicht als Einschränkung, sondern als Halt. Kleine wiederkehrende Rituale wirken wie Anker im Alltag.
Körperübung: Steh jeden Morgen zur gleichen Zeit auf, auch am Wochenende. Beginne den Tag mit einer Morgenroutine, drei bewusste Atemzüge, ein favorisierte Körperübung für jeden Morgen.
Schliesse den Abend bewusst ab und frage dich:„Was war heut gut“?
Du intensivierst das Ganze, wenn du täglich deine Gedanken aufschreibst.
6. Selbstwahrnehmung pflegen
Einmal täglich bei dir selbst einchecken, nicht analysieren, eher wahrnehmen. Eine einzige Frage kann genügen: „Wo bin ich heute, auf einer Skala von 1 bis 10“? „Was brauche ich heute – Ruhe, Bewegung, Verbindung oder Stille“?
Schreibe deine Wahrnehmungen auf, dann erkennst du vielleicht deine Rhythmen?
7. Grenzen kennen und setzen
Grenzen sind Selbstfürsorge. Sie sagen nicht: „Ich will dich nicht.“ Sie sagen: „Ich kenne mich.“
Eine hilfreiche Übung: Schreib zwei Listen. Was gibt dir Energie? Was kostet die Energie? Welche Menschen, Situationen, Gewohnheiten, Medienkonsum, alles darf auf diese Liste.
Dann beginne Stück für Stück die Umsetzung, dein Feld zu stärken und zu erweitern.
Übe den Unterschied zu spüren, zwischen einem Ja aus Freude und einem Ja aus Angst. Der Körper kennt den Unterschied. Ein echtes Ja fühlt sich offen an, ein erzwungenes Ja eng und schwer. Vertraue deiner Wahrnehmung.
Gerne begleite ich dich persönlich auf deinem Weg in deinen inneren Frieden. Ich biete dir ein kostenfreies Gespräch an:
8. Dankbarkeit und Lebensfreude verankern
Das Gehirn hat eine natürliche Tendenz, sich auf das Negative zu fokussieren. Das ist evolutionär sinnvoll, aber für den inneren Frieden wenig hilfreich. Dankbarkeit ist das bewusste Gegengewicht.
Schreibe jeden Abend drei konkrete Momente auf, die heute gut waren. Klein darf es sein: ein guter Kaffee, ein Lächeln einer Fremden, ein Sonnenstrahl auf der Haut. Was zählt, ist die Bewusstheit, das kurze Innehalten und das innere Sagen: „Das war schön, das nehme ich mit„.
Suche aktiv nach Schönheit: in der Natur, in Menschen, im Alltag, in deinem konkreten Umfeld. Das ist keine naive Übung. Es ist ein Training. Wer regelmässig trainiert, der stärkt über Zeit jene innere Basis, von der aus die nächsten Trigger nicht mehr so tief fallen können.
Innerer Frieden ist kein Ziel, das du abhaken kannst. Er ist eine Praxis täglich, menschlich, unvollkommen und zutiefst lebendig. Der innere Frieden wächst nicht trotz Trigger, sondern durch deinen bewussten Umgang mit dir selbst. Es ist ein spüren, dir näherkommen, dich wahrnehmen.
Du bist im Rhythmus deines Lebens mit allem, was dazu gehört.
Viel Freude auf deinem Weg.
Herzlichst
Susanne
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Susanne Krauss
Transformationscoach - Bloggerin - Seminare
Mit FrauenKörperspuren begleite ich Frauen auf ihrem Weg, ihren Körper anzunehmen, hin zu mehr Vitalität und Lebensfreude. Es macht mir sehr viel Freude, zu schreiben und anzuregen. Die Tipps sind alltagstauglich, selbst ausprobiert. Ich mag's praktisch, einfach und vor allem wirkungsvoll.