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Einen Urlaub plante ich in diesem Sommer nicht. Nach den wochenlangen Regengüssen in Süddeutschland war mir Anfang August allerdings der Sinn nach Meer. Ich habe mir im letzten Jahr einen kleinen MiniCamper mit Hilfe einer meiner Söhne ausgebaut und mich spontan auf eine kleine Reise begeben. Ich landete in Slowenien und konnte wirklich einige Tage das warme Meer geniessen, schöne Ausflüge mit dem Fahrrad machen, südländisches Flair genießen, wunderbare Fischgerichte degustieren und zum krönenden Abschluss eine Raftingtour auf dem Fluss Soca machen. Es war traumhaft, ich fühlte wieder meinen Abenteuergeist, der in den letzten Monaten wirklich auf der Strecke geblieben ist.

Mir wurde bewusst, dass ich einen Teil meiner inneren Gelassenheit verloren hatte. Erst mit diesem Durchatmen am Meer merkte ich, dass all` die gesellschaftlichen Ereignisse nicht spurlos an mir vorüber gegangen waren. Auch wenn es mir mein Verstand immer wieder erzählte.

Wie im letzten Blog beschrieben, ist dann Zeit für eine innere Stimmenkonferenz, um den Gleichklang Geist, Körper, Verstand und Körperstimme wieder herzustellen. Die Pause nutzte ich auch dafür.  Während ich so über Pausen signiere, fällt mir ein, die Menopause oder das männliche Pendant ist in erster Linie eine Pause.

Ist die Meno auch eine Pause?

Pause, wirklich Pause machen, ist so wichtig. Ist es nicht auch im Körpertraining so, dass sich der Muskel in der Pause bildet? Leben ist Rhythmus. Es verläuft in Wellen, das beginnt beim Atmen. Tag und Nacht sind unterbrochen durch Helligkeit und Dunkelheit……

Wenn wir über die Menopause sprechen, dann über alles mögliche, aber nicht über die Pause. So steckt aber genau das Wort deutlich sicht- und lesbar im Gesamt.

Wir sprechen über die Beeinträchtigungen unseres körperlichen Empfindens, die nachlassende Libido, die zunehmenden Fältchen, die psychischen Belastungen, den veränderten Schlafrhythmus, die Angst vor dem Älter werden. Die Liste ist lang und die körperliche,  psychische und physische Erfahrung ist so individuell wie wir Frauen. Aber das Naheliegende, dass sich unser Körper, Geist und Seelensystem eine Pause gönnt, diesen Aspekt vernachlässigen wir gänzlich. Unsere hormonelle Zusammensetzung verändert sich. Das geht einher mit psychischen Symptomen.  Es mal ganz einfach betrachtet, als das, was schon im Wort zu lesen ist. Es handelt sich um eine Pause zwischen zwei Lebensabschnitten. Wir konzentrieren uns auf die unliebsamen Begleiterscheinungen wie Schwitzen, Unruhe, Entscheidungsblockaden, Libidoprobleme.  Klar, das erleben wir, das spüren wir, die Symptome lassen sich nicht einfach wegdenken oder -fühlen.

Wenn die wir die Menopause einfach als Pause betrachten?

Selbstverständlich kannst Du die Pause nutzen, um im Leben eine Balance herzustellen. Wenn Du die Zeit im Büro meist sitzend, denkend und analysierend verbringst,  dann balancierst Du Dein System mit „körperlichen Aktivitäten“ und umgekehrt.Ist das so in der  Lebensmitte, wenn die Meno- oder Andropause sich bemerkbar macht? Das Wort Pause ins Zentrum genommen, bedeutet: Ein Lebensabschnitt geht zu Ende, der nächste Lebensabschnitt ist noch nicht sichtbar. Das bringt Unsicherheit und Angst. Wir stürzen uns auf die körperlichen Erscheinungen gleichen aus, wo und wie wir beraten sind und wie wir ticken. Diese Phase als Pause zu betrachten, gibt uns einen völlig anderen Blick.Es herrscht Zwischenzeit. Ich mag das Bild der Tür, die noch nicht geschlossen ist und die Nächste ist schon geöffnet. Du weißt noch nicht so richtig, was kommt. Einmal Inne-Halten und es wirken lassen.  Es können innere Bilder lebendig werden.  Je nach den Bilder beflügelt Dich diese Zwischenzeit. Es können aber auch dunkle Bilder auftauchen. Die Bilder sind mit Gefühlen verbunden. Je nach Gefühl befürworten wir die Bilder oder lehnen sie ab. Es gibt viele Schattierungen dazwischen.

Eine lebendige Pause mit vielen Emotionen!

Meine Lebensmitte und Menopausenzeit war vielseitig und lebendig. Die eigenen inneren Bilder lernte ich kennen, die ich bisher einfach weg-aktivierte. Ich stürzte mich um den 50sten in einen neuen Job in einer neuen Branche und einem anderen Land. Ich fragte mich nicht, stimmt das wirklich für mich, entspricht das mir.

Diese Fragen tauchten erst mit einem von außen auferlegten Pause auf. Dann begann ich den Blick nach innen zu wenden und widmete mich den Lebensthemen der Lebensmitte, die einhergehen mit der Meno-/Andropause.

Ein bisher eher von äußerlichen Anforderungen gelebtes Leben kommt zur Ruhe. Es ist ein Inne-Halten.  Bedürfnisse, Wünsche, Vorstellungen tauchen auf, die wir im Hamsterrad der äußerlichen Anforderungen vergessen haben. Diese Phase kann wohltuend und erholsam sein, wenn wir ihr genügend Raum geben.

Im Inne-Halten steckt das Wort `Halten`. Es braucht viel innere Kraft, sich in diesem Prozess zu `halten` und sich nach innen zu wenden und zu ergründen.

Dieses Inne-Halten kann in kleinen Schritten geübt werden. Einmal seinem Gegenüber ruhig zugehört und nicht schon die Antworten vor zu formulieren, bevor er/sie nur ausgesprochen hat. Nach den gesagten Worten einen kurzen Augenblick der Ruhe einkehren zu lassen, „so bewegen sich gesagten Worte einmal um die Erdkugel und kommen zum Zuhörer zurück“. So nannte es vor einigen Tagen ein Freund. Eine sehr schöne Vorstellung und Übung.

Die Pause ernst zu nehmen, einmal tief Luft im Leben zu holen und die Zeit als Chance zu sehen, kann eine neue Perspektive geben.

Die Pause dient der Balance im Leben!

Haben wir nicht gerade erlebt, dass die Welt den Atem angehalten hat und sind noch mit den Folgen konfrontiert. Unsere Welt produziert, lebt und dreht sich in den aktiven Phasen. Eine nicht vorhersehbare Pause bringt den Fluss unserer Geschäftswelt sehr schnell ins Stocken. Die Monate März bis Juni 2020 werde ich niemals vergessen, die Ruhe, die Stille hatte einen ganz besonderen Ton. Wir wussten doch alle, dass wir die Veränderung als Menschheit brauchen. Jeder Veränderungsprozess braucht Ent-scheidung, bedeutet die Komfortzone zu verlassen.

Die Pause kann als Leere erlebt werden !

Die Leere entsteht in Zeiten des Inne-Haltens, der Ruhe und/oder der Entschleunigung. Sie kann als Übergangszeit gesehen werden, in der Neues entstehen kann, dass gestaltet werden will. Es braucht Mut, sich der Leere zu widmen und zunächst einmal in diesem „nichts“ zu versinken. Es sind viele inneren und manchmal auch äußeren Widerstände zu überwinden. In dieser Leere können verborgene Gefühle aktiv werden, die wir in unserer aktiven Zeit sehr gut verdrängen. Der Lebensrhythmus gerät möglicherweise durcheinander.

Jeder Übergang kündigt sich mit einer Pause an!

Ein Fitnesstrainer sagte einmal: “ Der Muskel bildet sich von Training zu Training. Die Ruhezeit einzuhalten ist für die Muskelbildung wichtig“. Wenn ich das auf die Pausenzeiten übertrage, wird ihre Wichtigkeit sichtbar. Ob Meno- oder Andropause, jeder Übergang ist gemeint.

Die Lebensmitte als eine Pausenzeit zu betrachten, die einen Wandel anklingen lässt, eröffnet neue Perspektiven. Sich aktiv den inneren Wünschen, Vorstellungen und all den noch nicht gelebten Anteilen zu widmen, kann eine große Chance im Leben sein. Es werden auch Schattenanteile sichtbar, die in den aktiven Zeiten gut verdrängt werden. Auch das ist gut und kann bewältigt werden, es geht um Balance.

Der berufliche Wandel hin zu Selbstwirksamkeit, Wert und Sinn kann die Folge sein. Die Weiterführung des bisherigen Lebensstils hin zu mehr Aufmerksamkeit und Ruhe den bewährten Aufgaben gegenüber. Die Partnerschaft kann neu belebt werden. Diese Pause als eine Chance zu betrachten, den Weg nach innen zu gehen, um aus sich heraus zu schöpfen, darin sehe ich den Sinn der Lebensmitte.

Die Pause bewusst erlebt,  nutzt den Zeiten davor und danach. Das Leben rückwärts betrachtet kann zu Frieden und Freude in der Gegenwart führen.

Die Fragmente des Lebens, die bislang als brüchig und unverbunden erfahren wurden, können gedanklich und gefühlt zusammen geführt werden. Das ist ein wunderbarer Ausgangspunkt für das Hier und Jetzt und die Gestaltung der Zukunft.

Sich der eigenen Innenwelt zu stellen, kann ein kleines Abenteuer sein. Aus der eigenen Schatzkiste zu schöpfen, ein lohnender Weg. Die Pause hat etwas Trennendes und Distanziertes. Das Wesentliche der Pause ist das Verbindende im Leben, wie der der Atem im Fluss. Beobachte Dich einmal, es ist nur ein Bruchteil von Sekunde, die Pause zwischen dem Ein- und Ausatmen.

Herzlichst

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6 Responses

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