Selbstwirksamkeit - Was ist das überhaupt!

Wer will nicht selbstwirksam sein? In den Berufungs-Coachings stelle ich die Frage "In welchen Bereichen  Deines Lebens erlebst Du Dich selbstwirksam ?" . Die Antwort ist grundlegend.  Sie zeigt auf,  wo, wie und ob Du Dich wirksam erlebst. 

Fehlt es jedoch an Selbstwirksamkeit, entsteht das Gefühl, keine Kontrolle zu haben und nur durch äußere Umstände, das Schicksal oder andere Menschen bestimmt und kontrolliert zu werden. Das zeigt sich auch dadurch, dass Du die Ereignisse Deines Lebens immer auf Glück, Unglück und/oder Zufall schiebst. Du kannst nicht erkennen und akzeptieren, dass Dein Handeln etwas bewirken kann.

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Willenskraft und Disziplin genügen? oder nicht?

Mich selbstwirksam am Arbeitsplatz zu erleben, erschien mir als junge Frau unmöglich. Es waren die Chefs, die Industrie, die Gesellschaft, die es unmöglich machten, dass ich gestaltend wirken kann. Ich träumte den großen Traum einfach ´mal alles stehen und liegen zu lassen, reisen zu gehen oder mich einfach ´mal auszuprobieren. 

Mit dem Wort "Selbstwirksamkeit" hätte ich nichts anfangen können. Ich war Opfer der Umstände und mit meinem Umfeld liess ich mich darin bestärken. 

Wie wirksam ich in den negativen Gedankenmuster ich war, ist mir heute bewusst. Diese negativen Muster konnte ich in meinem Alltag erleben. Wie im innen, so aussen, war mir zu dieser Zeit noch nicht bekannt. Es brauchte viele Erfahrungen und Ereignisse in meinem Leben.

Als technische Zeichnerin begann ich, arbeitete einige Jahre als technische Assistentin und hatte das Glück, doch noch einen Vorgesetzten zu erleben, der mich förderte. 

Ich erlebte mich neu, durfte im Technologie-Transfer die Kommunikationsabwicklung mit Japan und Schottland erledigen. Das machte mich neugierig auf Neues und ich wollte doch noch "mehr".  

Selbstwirksamkeit ist ein Prozess

Mit der  Förderung durch ein neues Umfeld erlebte ich mich mit neuen Fähigkeiten, wurde entsprechend gefördert und begann innerlich zu wachsen. In dieser Zeit erinnerte ich mich, dass ich noch mehr vom Leben wollte und beschloß über den 2. Bildungsweg zu studieren.  

Ein einfaches Beispiel ist auch Sinne der eigenen Gesundheit zu wirken und das Rauchen aufzuhören, die Ernährung zu ändern, sich mehr zu bewegen. Es kann auch einen großen Lebensschritt bedeuten, in jedem Lebensalter sich zu erinnern, was Du schon immer wolltest und es zu tun.

Übrigens, den Traum einmal alles stehen und liegen zu lassen und eine lange und weite Reise zu machen, habe ich noch immer. Mal sehen, wann ich ihn verwirkliche.

Du und ich auch, wir merken, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, geliebte Gewohnheiten aufzugeben und Veränderungen umzusetzen. Wenn ich daran geglaubt hätte, dass ich es schaffe, hätte ich es gar nicht versucht. 

Gewohnheiten selbstwirksam verändern

Wenn die Gewohnheit stärker ist und die Umstände schwieriger sind als Dein Glaube an Dich selbst, veränderst Du wahrscheinlich nichts. Wenn Du an Dich, an Deine Fähigkeiten glaubst, dann fliesst das in Deinen Willen mit ein, es stärkt Deine Willenskraft und Deine Disziplin. Meine persönliche Erfahrung ist, wenn ich mir ein grosses Bild schaffe, z.B. die körperliche und geistige Vitalität, dann klappt es auch mit der ausreichenden Bewegung und der gesunden Ernährung. 

Es trägt durch die schwierigen Zeiten. Wenn ich körperlich und geistig vital sein will, dann wird Vitalität zu meinem Wert, ich glaube an mich und schaffe immer wieder, den Faden aufzunehmen, wenn ich ihn verloren habe. Ein körperliches Grundwohl-sein stellt sich ein.

Wenn Du Deinem inneren Ruf folgst, sind Deine Werte, einen definierten Sinn und der Glaube an Dich und Deine Wirksamkeit Deine stärksten Verbündeten.

Wir denken of, die erfolgreichen Faktoren sind Willensstärke und Disziplin, tiefer liegt unser Glaube an uns selbst. Er ist ein Motor der Veränderungskraft. Wie wir Veränderung leben, ist eng verknüpft mit unseren Erfahrungen im Leben und wie wir sie in Bezug auf Veränderung bewerten.

Die gute Botschaft ist, die Erfahrungen lassen sich rückwirkend nicht verändern, aber in der Gegenwart neu bewerten. Was heisst das ganz konkret. Wenn ich immer wieder Diäten abgebrochen habe, könnte ich mich selbst als willensschwach bewerten. Der Fakt ist, ich habe Diäten abgebrochen, vielleicht auch trotz dem klaren Ziel, Gewicht zu verlieren, Gewicht zugelegt.

Eine gute Basis, um  neue Erfahrungen zu machen. Es geht allerdings nicht um ein Tschaka-tschaka-gefühl "Du schaffst das schon" - sondern um grundlegend neue Erfahrungen, die Dich in Deiner Selbstwirksamkeit stärken

Selbstwirksamkeit ist ein Prozess, der Dich zu mehr Ausdauer und Durchhaltevermögen führt. Du handelst aus der Überzeugung heraus, dass Du es wirklich schaffen und erreichen kannst - Rückschläge und Schwierigkeiten bringen Dich nicht vom Glauben ab.

Der Satz gilt "Am Ende wird alles gut. Wenn es noch nicht gut ist, dann ist es nicht zu Ende". 

Was ist das "eigentlich" das Selbst?

Die Headline könnte auch heißen " Wie lerne ich mir selbst mehr zu trauen"? Ein Zitat von Maria Freiherrin von Eber -Eschenbach "Wenn es ein Glaube gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an sich selbst".

Die Pyramide verdeutlicht die Schritte. Das wesentliche Wort, daß ich heute schreibe, ist das "Selbst".

Was ist das überhaupt? Das Selbst ist ein Konstrukt, dass die Psychologie gebildet hat mit sehr vielen unterschiedlichen Bedeutungen. I

Ich verstehe das Selbst als über das Ego hinausgehend. Wie siehst Du das? Wie würdest Du Dein Selbst beschreiben. Albert Bandura, ein kanadischer Psychologe, gilt als Entwickler der sozial-kognitiven Lerntheorie hat sich mit dem Lernen am Modell und der Selbstwirksamkeit beschäftigt. Wer interessiert ist an der wissenschaftlichen Begründung findet dort ausreichend Stoff. 

Verstehe mich nicht falsch, das Ego ist einfach o.k. Ich gehöre nicht zu den Vertreterinnen, die das Ego verteufeln, dass es zu überwinden gilt. Es gehört zu uns, meldet sich immer wieder und darf liebevoll in uns ruhen. 

Das Selbst geht über das Ego hinaus. Es umfasst den mentalen Körper, den spirituellen, den physischen Körper und den emotionalen Körper. Idealerweise sprechen die Stimmen der benannten Körper eine gemeinsame Sprache. In der Psychologie wird das Selbst auch als "über-ich" benannt. 

Für mich bedeutet aus dem Selbst heraus zu handeln, dass ich meine Wünsche und Bedürfnisse mit denen meines Umfelds verbinde und aus dieser Motivation heraus handle. Wohl ist mir, wenn Herz und Verstand, mein geistiges Selbst und mein Körper im Einklang sind.  Klar, das ist der Idealzustand. Den stelle ich immer wieder her. Es ist ein er-innern und neu ausrichten. Diese kontinuierliche Rück-be-Sinnung ist die Kunst.


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5 Tipps für mehr Selbstwirksamkeit!

Neue Erfahrungen machen und/oder neue Erfahrungen suchen !
Ein Umfeld, dass bestärkt, ist Gold wert!
Stärkende Gefühle und Emotionen tragen!
Fähigkeiten sind die Basis für Selbstvertrauen!
Täglich aufgeschriebenen Erfolge lassen Dich vor Dir selbst in einem neuen Licht erscheinen!
wirren - wirken - wirksam - selbstwirksam

Autorin und Autor des eigenen Berufungsweges werden!

Mit Herz und Verstand - werteorientiert - selbstwirksam - sinnhaft ist mein Claim. Im aktuellen Blogs beschreibe ich, was das bedeutet in Bezug auf die eigene Berufung. Es ist mir wichtig, dass Du die Berufung auf den Boden holst. Ich glaube nicht, dass eine Berufung in Selbstwirksamkeit, Werteorientierung und Sinnhaftigkeit der Himmel auf Erden bedeutet. Der  Traum bedeutet die geistige Geburt. Die Berufung ist die geistige Geburt auf den Boden gebracht und umgesetzt. Jeder Mensch, der neues erschaffen hat, weiß, das ist ein Prozess  der nicht vom Himmel fällt, der auf den Boden gebracht und manifestiert werden darf. Es ist ein Weg, der sich lohnt. Im letzten Blog "Vom Traumjob zur Berufung" schreibe ich darüber. Die innere Stimme schweigt immer wieder. Sie wird überhört und ändert sich. 

Die Chance rund um die Lebensmitte bietet die Chance und die Möglichkeit. Die Fragen, was sind jetzt Deine Werte, wie und wo willst Du selbstwirksam sein, was bedeutet hier und heute Sinnhaftigkeit für Dich. Die Würfel können neu gemischt werden im Sinne Deines Lebenswohlgefühls.

Du kannst Dich selbstwirksam in vielen Lebensbereichen erleben. Es bedeutet nicht unbedingt, dass Selbstwirksamkeit nur in einer Selbstständigkeit möglich ist. Auch das halte ich für ein Gerücht. Ich selbst habe mich in beruflichen Aufgaben dann wirksam erfahren, wenn meine Werte erfüllt waren und ich die Aufgabe als sinnhaft erlebte. Klar gab es  Einschränkungen durch verwaltende Aufgaben, die ich nicht gerne machte.  Es ist eine Illusion, dass der Berufung folgend, immer einfach und leicht bedeutet. 

Der Anteil verwaltender und administrativer Aufgaben zu den kreativen Aufgaben darf in einem guten Verhältnis zueinander stehen. Wenn ich über 60 % kreativ sein kann, dann bin ich zufrieden und fühle mich selbstwirksam. Aber halt, mein Wert ist ja Kreativität.

 So ist ein Berufungscoaching eng mit Deinen Werten, Deiner Selbstwirksamkeit und Deiner Sinnhaftigkeit verbunden und sehr individuell zu betrachten. Ich kann es gar nicht trennen. Es braucht einen guten Boden, um sich auf den Weg zu machen. Willen und Disziplin, wie auch Durchhaltevermögen gehören dazu, wenn Du weisst, warum Du etwas umsetzt. Es braucht eine Ausrichtung, der Du wirklich folgen willst, die auf Deinem Boden basiert. In dieser Ausrichtung zeigt sich Dein größeres Bild, Dein Traum, Deine Vision. Dann spielen Herz und Verstand, Dein Geist und Seele ein gemeinsames Spiel.

Dann wirst Du oder bist Du die Autor*in Deines eigenen Lebens.

Zur Ausgangsfrage " Der Wille aus dem Ego - die Wirksamkeit aus dem Selbst" ? Es braucht beides und noch viel mehr. Mir gefällt es immer wieder aus dem Ego heraus zu treten und aus einem höheren Selbst heraus zu handeln. Dann wird es weiter, ich bleibe dran, dann wird es stimmig!

Wie siehst Du das? Wo und wie bist Du selbstwirksam? Ist es wichtig für Dich?  Ist das der Stoff, der die Flügel wachsen lässt?

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Herzlichst Susanne 

Du kannst mehr über mich erfahren unter folgendem Link  Susanne Krauss

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    2 replies to "Selbstwirksam – der Wille und das Ego?"

    • […] In der Sinn- und Berufungsantwort steckt das geklärte "Warum". Warum tust Du, was Du tust? Was ist Dein Beitrag in Deiner Familie, im Freundeskreis, in Deinem Beruf, in Deinem Leben. Wenn diese Fragen geklärt sind, Dein "Warum" geklärt ist, dann läufst Du los und bringst Dich ein. Das ist ein schönes Bild und in diesem Tun und Sein fühlst Du Dich wert-voll, sinn-voll und selbst-wirksam.  […]

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